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Spanische Freunde für Kirkel

 Die Fußgängerzone von Torrox-Pueblo präsentiert sich wie ein typisch andalusisches Dorf. Foto: PM
Die Fußgängerzone von Torrox-Pueblo präsentiert sich wie ein typisch andalusisches Dorf. Foto: PM
Kirkel. Städte- und Gemeindepartnerschaften dienen dem Frieden und der Verständigung. So heißt die offizielle Begründung, wenn sich zwei Orte zusammentun. Dass hinter diesem wohlklingenden Sonntagswunsch auch touristische Interessen stehen, ist klar. Je attraktiver die Lage der Partnergemeinde, desto mehr Spaß macht es, dort mit dem Verein oder der Jugendgruppe hinzufahren Von Merkur-Mitarbeiterin Christine Maack

Kirkel. Städte- und Gemeindepartnerschaften dienen dem Frieden und der Verständigung. So heißt die offizielle Begründung, wenn sich zwei Orte zusammentun. Dass hinter diesem wohlklingenden Sonntagswunsch auch touristische Interessen stehen, ist klar. Je attraktiver die Lage der Partnergemeinde, desto mehr Spaß macht es, dort mit dem Verein oder der Jugendgruppe hinzufahren.Mehr als Urlaub Städtepartnerschaften sind somit auch willkommene Urlaubsmöglichkeiten, die zudem noch subventioniert werden. Was im übrigen nichts Anrüchiges ist, denn wenn sich alle Beteiligten dazu noch gut verstehen, ist auch das hehre Ziel von Frieden und Verständigung erreicht. Kirkel unterhält beispielsweise eine rege Partnerschaft mit dem französischen Örtchen Mauléon, das traditionell jedes Jahr von Kirkeler Jugendlichen besucht wird - auch auf einem historischen Traktor tuckerten schon Kirkeler in den kleinen Ort nahe am Atlantik. Bei den Gegenbesuchen punkteten die Kirkeler mit dem Wurstmarkt oder den Burgaktivitäten. Jetzt sieht es so aus, dass der Badeort Torrox in Spanien zur Kirkeler Partnergemeinde avancieren könnte. Zumindest sind die Gemeinderatsmitglieder - bis auf die Grünen - uneingeschränkt dafür. Gemeinderat ist angetanTorrox liegt in Andalusien, etwas nördlich von Malaga an der Küste und hat 12000 Einwohner. In Kontakt kam die Gemeinde Kirkel mit Torrox, da eine Kirkelerin dort wohnt und sich obendrein als Flamenco-Tänzerin einen Namen gemacht hat. Eine Abordnung der Gemeinde Kirkel besuchte im vergangenen Frühjahr die spanische Kleinstadt und stieß dort auf großes Interesse. Denn auch die Gemeinde Torrox zeigte sich von einer Partnerschaft mit dem saarpfälzischen Kirkel angetan. Torrox besteht aus mehreren Stadtteilen, der Kern liegt 44 Kilometer von Malaga entfernt und 145 Meter über dem Meeresspiegel auf einem Bergrücken. Der Stadtteil Torrox-Pueblo ist ein typisch andalusisches Dorf mit verwinkelten Gassen und weißen Häusern, in dem noch Teile der alten, maurischen Vergangenheit zu erkennen sind. Torrox-Costa hingegen liegt am Meer, verfügt über eine lange Strandpromenade und über viele touristischen Einrichtungen. Wie die nächsten Besuche aussehen werden und wann eine Delegation von Torrox nach Kirkel kommt, wird sich im kommenden Jahr entscheiden.