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Kolumne
Seit Ager Albanus nichts Neues

FOTO: SZ / Robby Lorenz
Mit den Provinzrömern in Schwarzenacker hat die Woche begonnen. Mit einer Hoteleröffnung klingt sie aus. Dazwischen gab es eine Stiftungsprofessur für die Augenklinik und ein Mosaik von Willi Spiess fürs Uniklinikum. Von Christine Maack

Und man hat sich mit Ager Albanus verbündet, mit echten römischen Bürgern! Homburg hat sich in 2000 Jahren kaum verändert. Dichter und Denker wurden schon damals von Gönnern finanziert, schicke Unterkünfte brauchten reisende Römer auch vor 2000 Jahren – und die Kunst des Mosaik-Legens war sehr verbreitet. Nur, dass Willi Spiess kein Sklave war, der nach Musterbüchern arbeitete, sondern seine Mosaikwand freiwillig verlegt hat. Auch das neue Hotel in Jägersburg dürfte etwas luxuriöser ausgefallen sein als eine staubige Herberge mit Pferdewechsel-Station im antiken Schwarzenacker. Aber ein warmes Bad und eine Massage waren auch damals schon drin. Und man konnte einen Ex-Statthalter vor Gericht bringen, wenn er Rom betrogen hatte. Was ist in Homburg überhaupt modern? Fahrraddemo, Baustellen und die Teddyklinik.