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Schulfest am Johanneum
Vieles drehte sich um die Gemeinschaft

Leonie Sattler (links) und Fenja Leonhardt informierten beim Schulfest am Stand der DPSG-Pfadfinder des Johanneums über deren Aktivitäten.
Leonie Sattler (links) und Fenja Leonhardt informierten beim Schulfest am Stand der DPSG-Pfadfinder des Johanneums über deren Aktivitäten. FOTO: Bill Titze
Homburg. Das Gymnasium Johanneum in Homburg feierte sein Schulfest – mit Sport, Spielen und vielem mehr. Von Bill Titze

„Gemeinschaft“ – dieser Begriff hat am Gymnasium Johanneum in Homburg eine große Bedeutung. Das war auf dem Schulfest überall zu spüren. Schließlich hatte jede Klasse etwas dazu beigetragen, damit die Veranstaltung etwas Besonderes wurde und die Besucher sich auf dem weitläufigen Gelände der Schule wohlfühlen konnten. Zu entdecken gab es dann auch einiges, über Geisterbahn und Bobby-Car-Parcours bis hin zu kreativen Handtaschen-Designs oder einem Buchbasar. Was natürlich nicht fehlen durfte, war die Vielzahl an verschiedenen Essensangeboten, wie zum Beispiel Nachos mit Salsa oder Hot Dogs.

Dass diese thematische Vielfalt keineswegs ein Zufall ist, das verriet die Organisatorin des Festes, Manuela Göller. „Wir haben das Programm mit Absicht so aufgeteilt, dass die Klassen ab der Stufe acht vorwiegend Kulinarisches anbieten, und die jüngeren Jahrgänge Sport, Spiele oder andere Einfälle einbringen“, erklärt Göller gegenüber unserer Zeitung das Konzept. „Dieses Vorgehen sorgt für Abwechslung und hat sich über die Jahre bewährt.“

So bot beispielsweise die 6eu2 mit ihrer Klassenlehrerin Birgit Haberer-Bick vor den Sporthallen einen Spieleparcours an.



Hier konnte sich dann auch jeder, der Lust und Laune hatte, bei Wikingerschach, Krugstemmen oder Dosenwerfen ausprobieren. Während es hier doch eher darum ging, selbst aktiv zu werden, übernahmen bei der Klasse 8a die Schüler diese Aufgabe. Denn hier konnte man sich bei der Geisterbahn nach Herzenslust gruseln.

„Die Schüler haben sich sehr viel Mühe gegeben und verschiedene Accessoires selbst gebastelt“, lobte Klassenlehrer Marc Louis seine Schützlinge. „Die Geisterbahn gibt es eigentlich jedes Jahr, aber natürlich haben wir doch einige Änderungen und Neuerungen vorgenommen, um den Spaß für alle Beteiligten letzten Endes noch einmal zu steigern.“

Viel Spaß war dann auch einige Räume weiter bei der Herstellung von kreativen Handtaschen angesagt. Hier konnten Schülerinnen und auch der ein oder andere Schüler eine Handtasche mit eigenen Motiven kreieren. „Es war mir wichtig etwas zu machen, was nachhaltig ist und den Geschmack der Kinder und Jugendlichen anspricht“, erzählt Kunstlehrerin Anna Katharina Schäfer, wie sie auf diese Idee gekommen ist. „Die Schüler waren von dem Vorschlag dann auch überzeugt und haben sich direkt selbst Motive für die Taschen überlegt.“ So konnte man für die eigene Handtasche Einhörner, Pferde oder einen Jaguar als Schablone nutzen. Möglich war es aber auch, sich ganz eigene Motive auszudenken, was dann vor allem bei den „Älteren“ beliebt war.

Vorbereitet wurden alle diese Attraktionen am alljährlichen Wandertag, der immer am Tag vor dem Schulfest stattfindet. „Die Klassen bauen zunächst ihre Stände auf und danach geht man, wenn noch Zeit ist, ein wenig wandern“, so Manuela Göller. „Die ganze Veranstaltung ist eine große Gemeinschaftssache für die ganze Schule.“

So groß der Zusammenhalt an der katholischen Privatschule auch geschrieben wird, vergessen die Verantwortlichen die weite Welt darüber nicht.

Das zeigt sich beim Schulfest in erster Linie am Erlös, der dem Projekt in Peru zugute kommt, wie Schuldirektor Oliver Schales erläutert. „Wir wollen auch über den Tellerrand hinausblicken und Kindern helfen, denen es nicht so gut geht.“ So kann man das Schulfest am Johanneum aus verschiedenen Blickwinkeln wohl mit Fug und Recht als eine gute Sache bezeichnen.