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Schlossberghöhlen bald für Gäste attraktiver

 Die Homburger Schlossberghöhlen sind die größten Buntsandstein-Höhlen Europas. Sie können ab sofort wieder täglich besichtigt werden. Foto: Thorsten Wolf
Die Homburger Schlossberghöhlen sind die größten Buntsandstein-Höhlen Europas. Sie können ab sofort wieder täglich besichtigt werden. Foto: Thorsten Wolf
Homburg. Sie gehören zu den wichtigsten touristischen Attraktionen der Kreisstadt und locken Jahr für Jahr tausende Besucher an: Die Homburger Schlossberghöhlen sind die größten und bedeutendsten Buntsandstein-Höhlen Europas. "Seit 1 Von Merkur-Mitarbeiter Ralph Schäfer

Homburg. Sie gehören zu den wichtigsten touristischen Attraktionen der Kreisstadt und locken Jahr für Jahr tausende Besucher an: Die Homburger Schlossberghöhlen sind die größten und bedeutendsten Buntsandstein-Höhlen Europas. "Seit 1. Februar läuft die Saison wieder, sie ist wetterbedingt etwas schleppend angelaufen", meinte der Homburger Kulturamtsleiter Peter Emser im Gespräch mit unserer Zeitung. Nachdem in den vergangenen Jahren die Besucherzahlen leicht rückläufig sind, im Jahr 2009 waren es laut Emser rund 25 000, im vergangenen Jahr etwa 22 000, soll demnächst eine Steigerung der Attraktivität wieder für mehr Besucher sorgen.Seit der Sanierung können Besucher die Höhlen nur in Gruppen besichtigen, eine Sicherheits-Auflage des Oberbergamts schreibt das vor. Das soll sich wieder ändern: "Wir stehen mit dem Oberbergamt in Verhandlungen, wollen den freien Rundgang, also auch für Einzelpersonen, wieder möglich machen", kündigte Emser an. Allerdings mit Auflagen: "Kommt der freie Rundgang wieder, muss es eine Kamera-Überwachung geben. Außerdem soll das Höhlenerlebnis durch Infosäulen verstärkt werden, die akustische Informationen in Deutsch, Englisch, Französisch und Holländisch bieten werden." Die Texte für die Infosäulen sind da, sie werden von der Volkshochschule Homburg, die eng mit dem Verkehrsverein zusammenarbeitet, in die jeweilige Sprache übersetzt. Kamera-Überwachung und Infosäulen wären rund 100 000 Euro nötig, so Emser.

"Wir wollen das Oberbergamt bewegen, von der starren Zahl höchstens 120 Besucher gleichzeitig in den Höhlen abzugehen. An Feiertagen oder Wochenenden etwa stört diese Regelung sehr, ohne sie ließe sich viel mehr verdienen", so der Kulturamtsleiter. "Jede Reglementierung schadet dem Freizeitwert. Ich habe natürlich nichts dagegen, wenn sie der Sicherheit dient, glaube aber, dass mehr als 120 Besucher gleichzeitig möglich sind. Auch in diesem Punkt hat das Oberbergamt Gesprächsbereitschaft signalisiert." Auch eine Zeitachse gibt es bereits: "Wenn die Finanzierung steht, könnte man die Neuerungen im Mai umsetzen. Dann könnten auch wieder alle drei Etagen der Höhlen besichtigt werden, nicht nur, wie zurzeit, eine. "Die Führung, die jetzt rund eine Stunde dauert, würde sich dann um 30 Minuten verlängern."

In den vergangenen Jahren wurden laut Emser "deutlich mehr als eine Million Euro in Sicherheit und Technik investiert. Heute haben wir dort eine Symbiose aus alten Höhlen und modernster Bergwerkstechnik", so der Kulturamtsleiter, nach dessen Ansicht die Schlossberghöhlen durch die Sanierung "deutlich gewonnen haben".



Die Homburger Schlossberghöhlen sind im Dezember und Januar geschlossen. Von April bis Oktober ist täglich von neun bis 17 Uhr geöffnet, von November bis März von zehn bis 16 Uhr. Erwachsene zahlen fünf Euro Eintritt, Kinder bis 16 Jahre drei Euro.

Das Familienticket umfasst zwei Erwachsene und ein Kind, es kostet elf Euro, jedes weitere Kind 2,50 Euro.