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Rudolf Bock
Beliebter Uni-Professor und Musiker

Rudolf Bock (Bildmitte) wurde im Jahr 2009 für sein großes gesellschaftliches und ehrenamtliches Engagement von der Narrenzunft und deren Sitzungspräsident Rüdiger Schneidewind mit der „Homburger Kanone“ ausgezeichnet. Rechts: Gabi Schmitt von der HNZ. 
Rudolf Bock (Bildmitte) wurde im Jahr 2009 für sein großes gesellschaftliches und ehrenamtliches Engagement von der Narrenzunft und deren Sitzungspräsident Rüdiger Schneidewind mit der „Homburger Kanone“ ausgezeichnet. Rechts: Gabi Schmitt von der HNZ.  FOTO: Michael Schneider
Homburg. Rudolf Bock feiert heute in Homburg seinen 80. Geburtstag. Sein großes Hobby ist der Jazz. Von Peter Neuheisel

Am heutigen Mittwoch kann der emeritierte Professor für Anatomie an der Universität des Saarlandes und Honorarprofessor des Guangxi Medical College im chinesischen Nanning, Dr. Rudolf Bock, in Homburg seinen 80. Geburtstag feiern.
In Kelbra in Sachsen-Anhalt geboren, wurde Rudi Bock, wie er allenthalben genannt wird, nach dem Medizinstudium an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn 1966 promoviert und agierte zunächst als Medizinalassistent, danach als wissenschaftlicher Assistent.

1970 habilitierte sich Bock für Anatomie und wirkte von 1972 bis 1975 als Wissenschaftlicher Rat und Professor am Bonner Anatomischen Institut. 1976 folgte er dem Ruf der Universität des Saarlandes und lehrte und forschte drei Jahrzehnte bis zu seiner Emeritierung 2006 auf dem Homburger Campus. Nach einem Gastaufenthalt hatte ihn bereits 1986 das renommierte Guangxi Medical College in Nanning zum Ehrenprofessor ernannt.

Die Fachschaft Medizin zeichnete den allseits geschätzten und engagierten Wissenschaftler 1998, 1999 und 2000 als „Lehrenden des Jahres“ aus, und die Universität des Saarlandes ehrte ihn 2007 als Pionier des E-Learning für seine Verdienste um die Einführung innovativer Technologien im Bereich Anatomie und Zellbiologie.



Seine Forschungsschwerpunkte waren die morphologische Endokrinologie der Zwischenhirnhormone und die Quantifizierung immunhistochemischer Färbungen mittels digitaler Bildanalyse. Weit über die Grenzen der Universität des Saarlandes hinaus ist der Hochschullehrer mit seinen Arbeiten zum Einsatz der Neuen Medien in der anatomischen Lehre bekannt. Sein besonderes Interesse galt hier der „Virtuellen Mikroskopie“, an deren Weiterentwicklung er auch nach seiner Emeritierung mitarbeitet.
In der akademischen Selbstverwaltung engagierte sich der Jubilar unter anderem von 1981 bis 1983 als Prodekan des Fachbereichs Theoretische Medizin der Medizinischen Fakultät sowie zwischen 2000 und 2002 als Mitglied des Senats der Universität.

Mindestens ebenso bekannt ist Rudolf Bock in der Kreis- und Universitätsstadt Homburg, wo er seit mehr als vier Jahrzehnten mit seiner Frau lebt, aber auch als Musiker und sein Engagement rund um die Homburger Jazzfrühschoppen, die in den Sommermonaten Samstag für Samstag beigeisterte Musikfreunde auf den historischen Marktplatz locken. Der begeisterte Saxofonist war Mitte der 80er Jahre Mitbegründer der Homburger Uni-Bigband, die sich in den dreieinhalb Jahrzehnten in der Region einen exzellenten Ruf erarbeitet hat.

Der begeisterte Jazzfan, der zu Hause über eine durchaus beeindruckende Jazzsammlung verfügt, spielte auch lange Jahre in der damaligen Kolpingkapelle und im Blasorchester Jägersburg. Wegen seines gesellschaftlichen und sozialen Engagements wurde Bock auch mit der „Homburger Kanone“ der Homburger Narrenzunft ausgezeichnet. Der allseits beliebte und geschätzte Jubilar hat eine Tochter und ist inzwischen mehrfacher Großvater.