| 22:24 Uhr

Fechten in der Schule
Robert-Bosch-Schüler kreuzen miteinander die Klingen

 Die Fecht-Arbeitsgemeinschaft an der Homburger Robert-Bosch-Schule.
Die Fecht-Arbeitsgemeinschaft an der Homburger Robert-Bosch-Schule. FOTO: Jürgen Kruthoff/Stadt Homburg
Homburg. (red) Fechten lernen an einer Schule, ohne an eine Fechtschule zu gehen? Wie und wo geht das denn? Eine doch eher exotische Sportart wie Fechten zu lernen, ist nicht so einfach. Jedenfalls, wenn es um den Sport als solchen geht. Von red

(red) Fechten lernen an einer Schule, ohne an eine Fechtschule zu gehen? Wie und wo geht das denn? Eine doch eher exotische Sportart wie Fechten zu lernen, ist nicht so einfach. Jedenfalls, wenn es um den Sport als solchen geht.

Mit dem Fechtsport in Kontakt zu kommen, um sich von erfahrenen Fechttrainern coachen zu lassen, ist in Homburg nicht ganz so schwer. Schließlich gibt es die Abteilung Fechten des TV Homburg. In diesem Schuljahr bieten Ute Dort und Norbert Feß vom TV Homburg nach der Premiere im vergangenen Schuljahr zudem erneut eine Fecht-AG an der Robert-Bosch-Schule in Homburg an.

Zehn Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 bis 9 haben sich zu dieser AG angemeldet und trainieren nun immer dienstagnachmittags in der kleinen Sporthalle der Schule den Umgang mit Degen oder Florett, üben die Beinarbeit ein und lernen, was eine Parade, Riposte, Sixt, Quart, Oktave oder Quint ist.



Damit niemand gleich Geld für die nicht ganz preiswerte Fechtausrüstung ausgeben muss, trifft es sich gut, dass das Training des TV Homburg in der gleichen Halle stattfindet. So können die Schülerinnen und Schüler auch die Waffen und die Anzüge des Vereins nutzen und mit einer guten Ausrüstung ins Training gehen.

Fast mehr noch als bei anderen Sportarten ist gerade beim Fechten aller Anfang schwer. Aber Ute Dort und Norbert Feß kennen sich im Umgang mit jungen Fechtern aus und wissen, mit welchen Schritten auch kleinere Anfangserfolge zu erzielen sind, damit die Motivation nicht verloren geht.

Dass bei diesem Sport – schließlich wird, wenn auch mit Sportwaffen, so dennoch mit Waffen gefochten – nicht nur der sportliche Ehrgeiz, ein gewisses Geschick und Beweglichkeit, sondern vor allem auch Konzentration und Disziplin wichtig sind, wird den jungen Fechten schon früh vermittelt. Darüber hinaus werden Ausdauer, die koordinativen Fähigkeiten und nicht zuletzt Selbstvertrauen gelehrt, schließlich gehört schon einiges dazu, sich im Gefecht zu messen. Insgesamt hoffen Ute Dort und Norbert Feß, dass die Robert-Bosch-Schülerinnen und Schüler Spaß haben und etwas lernen und die eine oder der andere auch in das reguläre Training des TV Homburg wechselt, denn Nachwuchs kann die Fechtabteilung immer gebrauchen. Die Schulleiterin Barbara Neumann war ganz begeistert von der ersten AG und bat daher Norbert Feß und Ute Dort, eine neue AG anzubieten. Nun sind beide froh, dass es auch in diesem Schuljahr geklappt hat.

Zur Fecht AG an der Robert-Bosch-Schule gehören Yamama Al Suadi, Iason Jung, Huler Alhasan, Mustafa Dursau, Sven Niklas Neumann, Adrian Berger, Nicolas Diedrich, Emil Ehlert, Sebastian Kennel und Dani Al Ali Yousfan. Trainiert werden die Schülerinnen und Schüler von Ute Dort und Norbert Fess. Beim Fecht-Training des TV Homburg, das ebenfalls nach den Sommerferien wieder stattfindet, sind es montags von 16 bis 18 Uhr Ute Dort und Jürgen Kelm, die die Kinder spielerisch an das Fechten heranführen und bis zur Turnierreife ausbilden. Ab 18 Uhr trainieren dann die jugendlichen und erwachsenen Fechter. Diese trainieren zusätzlich auch donnerstags ab 18 Uhr bei Jens Dörrenbächer. Ein Einstieg ist für alle Altersgruppen jederzeit möglich.