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Zu Besuch auf der DRK-Rettungswache
Auch an Feiertagen im Dienst

 Ganz gleich, welches Fest auch gerade gefeiert wird: Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der DRK-Rettungswache Homburg stehen immer bereit.
Ganz gleich, welches Fest auch gerade gefeiert wird: Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der DRK-Rettungswache Homburg stehen immer bereit. FOTO: Thorsten Wolf
Homburg. Die Mitarbeiter der Rettungswache sind auch an Feiertagen für die Menschen da, sie versorgen kleine und größere Unfälle. Von Thorsten Wolf

Rund um die Weihnachts-Festtage tauchen in den sozialen Medien immer wieder ganz besondere Postings auf. Dort fordert man meist via kleiner Bilder alle Betrachter an ihren PC‘s, Pads und Smartphones dazu auf, in diesen besonderen Stunden vor allem an die zu denken, die an Heiligabend und an den beiden Festtagen für andere da sind: an die Mitarbeiter der Polizei, die Aktiven der Feuerwehren und des Technischen Hilfswerks und an Einsatzkräfte von Rettungsdiensten wie denen des Deutschen Roten Kreuzes.

Was man da aber im überschwenglichen Weihnachtsgefühl vergisst: All die, die sich in den so genannten Blaulicht-Organisationen haupt- oder ehrenamtlich engagieren, stehen das ganze Jahr über jederzeit bereit, um anderen zu helfen – ganz gleich, ob Feiertag oder Wochende, ganz gleich, ob Tag oder Nacht. Aber natürlich haben die Weihnachtsfeiertage einen ganz besonderen Charakter. Und da erklärt sich dann schon, warum so mancher an diesen Tag ganz besonders an diese besonderen Helfer denkt. Doch wie gehen die so Bedachten eigentlich selbst mit ihrem Einsatz um? Am zweiten Weihnachtsfeiertag kann man da in der DRK-Rettungswache um Homburger Universitätsklinikum schon erkennen, um welches Fest sich derzeit alles dreht.

Ein geschmückter Tannenbaum steht im großen Aufenthaltsraum, auch in der Küche ist es festlich geschmückt. Kommt man aber mit denen ins Gespräch, die an diesem Morgen Dienst haben, so mit dem Schichtleiter Dominik Hollfelder und seinen Kolleginnen und Kollegen Daniela Drumm und Timo Feev, dann wird schnell deutlich: Tatsächlich macht es – und darf es auch nicht machen – keinen Unterschied, ob man am Heiligabend, den beiden Weihnachtsfeiertagen oder an einem x-beliebiegen Dienstag im Jahr Dienst hat.



Wie an allen 365 Tagen im Jahr gilt: Erfolgt die Alarmierung, dann wird ausgerückt. Und es wird immer hochprofessionell gearbeitet, gleich an welchem Tag. Immerhin sorgen die ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeiter selbst dafür, dass, neben dem Weihnachtsschmuck, ein bisschen was Besonderes an diesen drei Tagen zu spüren ist. Dominik Hollfelder: „Meistens kochen wir gemeinsam was. Das ist sonst nicht so üblich.“ Abgesehen davon, wie Hollfelder verdeutlicht, sei der Dienst an diesen Tagen ganz normal. „Auch die Einsätze sind ganz normal.“ Es sei aber, wie Daniela Drumm ergänzt, schon etwas familiärer als sonst.

Nun mag man gerne der romantischen Vorstellung nachhängen, gerade am Heiliagbend hätten die Einsätze einen mitunter wundersamen Charakter. Doch Hollfelder bremst hier alle idealisierten Annahmen. „Es ist der ganz normale Wahnsinn. Am Heiligabend zum Beispiel hatte ich nur internistische Sachen. Und mitten in der Nacht noch jemanden, der Brechdurchfall hatte und dem der ärztliche Notdienst nicht gereicht hat. Eben alles ganz normal.“ Dabei sei natürlich klar, wie Daniela Drumm verdeutlichte: Auch wenn ein Tag wie Heiligabend für sie als Rettungskräfte faktisch ein Tag wie jeder andere sei, sei er gerade für die Angehörigen von denen, die an diesem Tag einen Schicksalsschlag erlitten, „alles andere als üblich. Da hat sich Weihnachten für die nächsten Jahre erledigt“.

Mit sieben Einsatzkräften in der Rettungswache in Homburg und zwei weiteren in Bexbach pro Schicht, dazu kommt noch ein vom UKS bestellter Notarzt, hat das Deutsche Rote Kreuz über die Festtage hinweg die Region versorgt – in beruhigender und unaufgeregter Art, so wie an allen anderen 365 Tagen im Jahr, rund um die Uhr. Grund genug, nicht nur am Weihnachtsfest an die zu denken, die bei Polizei, Feuerwehr, THW und Rettungsdiensten dafür sorgen, dass andere sicher feiern können – im Wissen, dass auch im schlimmsten Fall der Fälle jemand da ist, der hilft!