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„Reaktivierung wichtig für ganze Region“

 Schienenverkehr hat in Einöd eine lange Geschichte, das positive Gutachten zur Reaktivierung der Strecke Homburg-Zweibrücken macht nun den Befürwortern Hoffnung auf eine Zukunft. Foto: Thorsten Wolf
Schienenverkehr hat in Einöd eine lange Geschichte, das positive Gutachten zur Reaktivierung der Strecke Homburg-Zweibrücken macht nun den Befürwortern Hoffnung auf eine Zukunft. Foto: Thorsten Wolf FOTO: Thorsten Wolf
Einöd. Ortsvorsteher Karl Schuberth sprach von einer „äußerst erfreulichen Entwicklung“: Das für die Reaktivierung der Bahnstrecke Homburg-Zweibrücken positive Gutachten löste Freude aus im Einöder Ortsrat. thw

Man konnte dem Einöder Ortsrat am Donnerstagabend die Freude über das positive Gutachten zur Reaktivierung der Bahnstrecke Homburg-Zweibrücken deutlich ansehen und anhören. "Ich denke, das ist eine äußerst erfreuliche Entwicklung", so Einöds Ortsvorsteher Karl Schuberth (SPD ) zur vorgestellten Kosten-Nutzen-Rechnung des Projektes. "Jeder hat eigentlich damit gerechnet, dass das Projekt keinen Nutzen bringt, angesichts der Kosten von 30 Millionen Euro. Jetzt hat eine hochwertige Untersuchung ergeben, dass die Reaktivierung einen sehr hohen Kosten-Nutzen-Faktor hat. Das ist eine sehr schöne Sache." Enttäuscht, so Schuberth, sei er aber von der Reaktion der saarländischen Landesregierung, die aus seine Sicht weitere Hürden bei der Finanzierung aufgestellt habe. Sollten diese genommen werden, so hoffe er, "dass nicht noch ein neuer Punkt erfunden wird, damit man dieses Projekt jetzt gerade nicht machen kann. Und ich hoffe auch, dass man an diese Maßnahme nun in den nächsten Jahren wirklich ran geht. Für unseren Gemeindebezirk ist dieses Projekt sehr wichtig." So erschließe sich für Einöd mit der Reaktivierung der Bahnlinie zum einen ein weites Schienennetz. Zum anderen sei das Projekt "ganz wichtig für unser Römermuseum. Deswegen verstehe ich auch nicht, warum von der Stadt Homburg nicht mehr Unterstützung kommt. Es ist ganz wichtig, dass Schulklassen mit der Bahn dort hinfahren können." So freue er sich, dass es nun vorangehe. "Und ich hoffe, unser Oberbürgermeister hält sich an seine Zusage, dass er das Projekt unterstützt, wenn die Kosten-Nutzen-Rechnung entsprechend positiv ist."

Auch Uli Fremgen, Fraktionssprecher der SPD im Einöder Ortsrat, zeigte sich angesichts der aktuellen Entwicklung sehr zufrieden. "Die Einöder SPD bemüht sich seit 20 Jahren um die Reaktivierung der Bahnlinie. Wir waren und sind der Meinung, dass diese Reaktivierung wichtig ist - nicht nur für Einöd , sondern für die ganze Region, auch für die Biosphäre Bliesgau." Für Fremgen ein ganz wichtiger Aspekt des Gutachtens: "Die Buslinie R7 ist von einer Reaktivierung gar nicht betroffen."

Nun gelte es, aus dem Gutachten etwas zu machen, "sonst kommt die Bahnlinie auch nicht mehr", war sich Fremgen sicher. "Deswegen der dringende Appell der SPD , sich dieses Gutachten anzuschauen und dann zu entscheiden, dass wir das machen. Auch wenn es 25 oder 30 Millionen Euro kostet."

Und: "Wir wollen hier an der Landesgrenze nicht von Infrastrukturmaßnahmen abgehängt werden!" Unterstützung gab es auch von Seiten der CDU im Ortsrat: Fraktionssprecher Rainer Kranz: "Auch wenn die große CDU da manche Knüppel zwischen die Bein wirft, unterstützen wir im Ortsrat das Projekt uneingeschränkt."