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Müllentsorgung
Kompost und Energie aus Biogut gewinnen

 Was darf in die Biotonne?
Was darf in die Biotonne? FOTO: dpa / Arno Burgi
Homburg. Fleisch- und Fischabfälle aus hygienischen Gründen in Bio- oder Restmüll-Tonne – je nachdem, was als nächstes geleert wird. Von Jennifer Klein

Zu unserem Bericht „Wenn die Ratten durch die Gärten spazieren“, hat sich der Entsorgungsverband Saar (EVS) zu Wort gemeldet mit weiteren Tipps zur Entsorgung, vor allem auch von Biomüll, wie Marianne Lehmann, Stabsstelle Kommunikation, mitteilt.

„Denn das in der Biotonne gesammelte Biogut ist ein Wertstoff, aus dem wertvoller Kompost und Energie gewonnen werden können“, erklärt Marianne Lehmann.

Generell gelte, gerade im Sommer, aus hygienischen Gründen: Fleischabfälle und Knochen sowie Fischabfälle und Gräten immer in die Tonne, die als nächstes geleert wird, ob Rest- oder Biomüll, um längere Liegezeiten in der Tonne zu vermeiden. Die Bio-Tonne werde alle zwei Wochen geleert und koste pauschal 58 Euro pro Jahr.



Allgemein gehöre in die Biotonne, so der EVS in seiner Mitteilung:  Biogut aus der Küche,  Brot- und Gebäckreste, Eierschalen, Gemüse- und Salatabfälle, Kaffeesatz, Filtertüten und Teebeutel, Obstabfälle. Im Gegensatz zum Kompost, können in die Biotonne auch Schalen von Bananen und Zitrusfrüchten, Speisereste (auch gekochte) sowie Wurst- und Käsereste – natürlich ohne Verpackung.

Lebensmittel, die in der Biotonne entsorgt werden, dürfen auch verdorben oder verschimmelt sein. Empfehlenswert sei es, sie in Küchenkrepp, Papiertüten oder Zeitungspapier einzuwickeln, bevor sie in die Bio-Tonne wandern, um die Feuchtigkeit aufzunehmen. Je weniger Feuchtigkeit der Bioabfall beinhaltet, desto sauberer ist das Sammelgefäß.

Das Einstreuen von trockenem Material wie zum Beispiel Laub  und das Auslegen von Zeitungspapier am Tonnenboden verhindert das Ankleben des Abfalls in der Tonne. Ebenfalls ein Fall für die Biotonne: Biogut aus dem Garten wie Blumenabfälle, Blumenerde, Fallobst, Moos und Laub, Rasen- und Heckenschnitt, Unkraut. In kleinen Mengen: Haare, Holzwolle, Kleintierstreu, Sägespäne und –mehl.

Aktuell landen allerdings noch viele Dinge in der Biotonne, die dort nicht hineingehören – wie Glas, Plastik, Metall,  sogenannte abbaubare Kunststofftüten, Hygieneartikel wie Windeln, Papiertaschentücher oder Kaffeekapseln.

Der Entsorgungsverband Saar (EVS) widme diesem Thema aktuell auch seine Kampagne „Ein Herz für die Tonne“. Schwerpunkt in diesem Jahr ist eine Biogut-Werkstatt speziell für Kindergärten: „Tobi kommt, die Biogut-Werkstatt für Kindergärten“.

Bei Fragen ist es sinnvoll, die Abfallberatung vor Ort zu kontaktieren: EVS-Service-Center in Saarbrücken, Tel. (06 81) 50 00-555, E-Mail service-abfall@
evs.de

www.ein-herz-fuer-die-tonne.de