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Professor Wolfram Henn sitzt nun im Deutschen Ethikrat

Homburg. Peter Bylda

Professor Wolfram Henn, Leiter der genetischen Beratungsstelle der Universität des Saarlands in Homburg , ist von der Bundesregierung in den Ethikrat berufen worden. Das Gremium, dessen jeweils vier Jahre amtierenden 26 Mitglieder zur Hälfte von der Regierung und vom Parlament ausgewählt werden, ist das zentrale Beratungsgremium der Politik in allen ethischen, gesellschaftlichen, wissenschaftlichen und rechtlichen Fragen, die sich beispielsweise in den Lebenswissenschaften ergeben. Der Rat befasste sich in der Vergangenheit unter anderem mit Fragen der Gendiagnostik und der Krankenhausversorgung in Deutschland. Bei seiner Jahrestagung am 22. Juni in Berlin stehen Chancen und Risiken einer revolutionären Neuerung der Gentechnik zur Debatte, die unter dem Fachausdruck Crispr-Cas bekannt geworden ist. Mit sogenannten Gen-Scheren können Wissenschaftler seit wenigen Jahren gezielt das Erbgut eines Menschen verändern. Das eröffnet einerseits neue Chancen für Gentherapien , wirft andererseits aber auch viele neue ethische Fragen auf.