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Service wegen Krankheit immer wieder eingeschränkt
Immer wieder Probleme im Bürgeramt

Immer wieder muss die Stadt Einschränkungen im Service beim Bürgeramt ankündigen, der Grund: viele erkrankte Mitarbeiter.
Immer wieder muss die Stadt Einschränkungen im Service beim Bürgeramt ankündigen, der Grund: viele erkrankte Mitarbeiter. FOTO: dpa / Maurizio Gambarini
Homburg. Das Bürgeramt Homburg muss häufig früher schließen. Die Stadt macht Personalmangel wegen kranker Mitarbeiter dafür verantwortlich. Nun soll eine Servicestelle eingerichtet werden, durch die auch Wartezeiten wegfallen sollen. Von Ulrike Stumm

Es war in jüngster Zeit eine Meldung, die häufiger aus dem Rathaus kam: Das Homburger Bürgeramt muss seinen Service wegen vieler Krankheitsfälle einschränken und macht deswegen früher zu. Das war zum Beispiel am Montag vergangener Woche so, als das Amt bereits um 14 Uhr schließen musste. Normalerweise ist es an diesem Tag bis 16 Uhr geöffnet. Und auch am Donnerstag war früher Schluss. Dies führt regelmäßig zu Unverständnis bis Wut – auch in den sozialen Netzwerken.

„Was ist da eigentlich los?“, wollten wir daher von der Stadtverwaltung wissen. Die macht  auf Anfrage nochmals deutlich, dass die Schließzeiten „in erster Linie aus Krankheitsfällen“ resultierten. Wenn etwa drei Mitarbeiter unerwartet ausfielen, lasse sich die Arbeit nicht mit dem vorhandenen Personal kompensieren, machte die Verwaltung deutlich. Gerade auch weil die Auslastung durchaus hoch sei. Nicht nur quantitativ sei der Besuch leicht angestiegen, auch qualitativ sei etwa die Beratung mehr geworden, führte die Stadt aus. Und wie soll es da nun weitergehen? Die echte Erkältungs- oder  sogar Grippesaison hat ja schließlich noch nicht wirklich begonnen. Und die Aufgaben des Bürgeramtes sind ziemlich breit gefächert. Hier kommt zum Beispiel hin, wer frisch in die Stadt zieht, um sich anzumelden. Hier landet man aber auch, wenn man einen neuen Pass braucht, eine Haushaltsbescheinigung für Kindergeld, eine Beglaubigung und noch in vielen anderen Fällen. Die Wahrscheinlichkeit, dass man dieses Amt braucht, ist also hoch. Daher betreffen Ausfälle gleich ziemlich viele Menschen. Was dazu kommt: Wer hier etwas erledigen möchte, der muss meist noch Wartezeiten einplanen.

Das weiß auch die Verwaltung. Und die möchte nun etwas umstellen, um das Ganze besser zu organisieren. Es sei angedacht, eine Servicestelle einzurichten, erläutert die Stadt. Von dort aus könnten Termine koordiniert und auch Unterlagen vorgeprüft werden. So soll vermieden werden, dass Bürger mehrfach kommen müssen, wenn sie zum Beispiel eines oder mehrere Dokumente vergessen haben.  Generell sollen mit einer solchen Stelle Wartezeiten, die es derzeit im Bürgeramt gebe, ganz wegfallen.



Auch die Einführung von Online-Diensten sei  im Moment in der Prüfung wie etwa Terminvergabe über eine App, also ein kleines Programm auf dem Handy.

Wann genau diese Stelle eingerichtet werden soll, stehe derzeit allerdings noch nicht fest.

Auch wenn der Service nach den Ausfällen der vergangenen Woche voraussichtlich wieder normal laufen sollte: Im Moment rät die Stadtverwaltung allen, die einen Besuch des Bürgeramts planen, sich auf der Homepage der Stadt unter www.homburg.de über krankheitsbedingte Änderungen der Öffnungszeiten zu informieren.

Eine weitere Einschränkung für kommende Woche steht laut Stadt bereits fest: am Mittwoch, 28. November, ist das Bürgeramt wegen einer internen Fortbildungsveranstaltung den ganzen Tag geschlossen.

Das Bürgeramt ist im Homburger Rathaus, Am Forum, untergebracht, regulär geöffnet ist es: Montag bis Dienstag, 7.45  bis 16 Uhr, Mittwoch, 7.45 Uhr bis 12 Uhr, Donnerstag, 7.45 bis 18 Uhr, Freitag, 7.45 bis 13 Uhr.

Eine Servicestelle soll helfen, dass es beim Bürgeramt  im Homburger Rathaus, Am Forum, besser läuft.
Eine Servicestelle soll helfen, dass es beim Bürgeramt  im Homburger Rathaus, Am Forum, besser läuft. FOTO: Ulrike Stumm