| 00:07 Uhr

Mehrere Passanten belästigt
Polizei warnt verstärkt vor Bettelei

Derzeit sind wieder Bettler unterwegs.
Derzeit sind wieder Bettler unterwegs. FOTO: picture alliance / dpa / Arne Dedert
Homburg. Mehrere Passanten in Homburg wurden belästigt. Ermittlungen wegen Diebstahl.

Die Polizei in Homburg hat am Donnerstag nochmals eindringlich ihre Warnung vor Bettlern in der Region Homburg wiederholt. Derzeit seien mehrere Personen aus Südosteuropa „nahezu flächendeckend“ in Homburg und jetzt auch Bexbach und in Kirkel unterwegs. Seit einigen Tagen hätten die Anrufe von besorgten Bewohnern bei der Polizei erheblich zugenommen (wir berichteten).

Der aktuellste Fall hat sich am Mittwochnachmittag in Homburg Am Steinhübel ereignet. Dort bat eine etwa 20-jährige Frau eine ältere Frau um „eine Spende von einem Euro“. Diese sagte, sie habe nur einen 50-Euro-Schein. Die junge Frau erklärte, sie könne wechseln. Als sie den Schein in der Hand hatte, rannte sie davon. Die Polizei ermittelt nun wegen Diebstahls. Zuletzt hätten die Beamten bei „80 Prozent“ auf den Ausweispapieren den gleichen Familiennamen festgestellt.

Zwei unterschiedliche Methoden des Trickbetrugs seien bekannt. Die Täter klingelten an der Haustür, zeigten einen „Spendenausweis“ und gaben vor, für eine soziale Sache zu sammeln. Fast immer seien zwei Personen beteiligt. In einer zweiten Methode zeigten sie Zettel vor und bettelten mit diesem „Schriftstück“ direkt um Geld.



Betteln ist in Deutschland aus rechtlicher Sicht grundsätzlich erlaubt, doch Vortäuschung falscher Verhältnisse, etwa „bin obdachlos“, könne einen Bettelbetrug darstellen. Aufdringliches Betteln kann in Deutschland im übrigen als Ordnungswidrigkeit geahndet werden.

Die Polizei in Homburg nimmt jederzeit Hinweise unter Tel. (0 68 41) 10 60 entgegen.

(jkn)