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Vortrag bei der Kreisverwaltung in Homburg
Physiotherapie bei Morbus Parkinson

Homburg. (red) Ein individueller Behandlungsplan ist wichtig bei Parkinsonerkrankung. Es ist sinnvoll, dass Betroffene möglichst bald nach der Diagnose mit einer regelmäßigen Physiotherapie beginnen. Entsprechend der Schwere der Symptome und den individuellen Einschränkungen sollte dabei jeder Patient einen „maßgeschneiderten“ Behandlungsplan erhalten, der genau auf seine Bedürfnisse (körperliche Belastbarkeit, Besonderheiten in der Ausprägung der Erkrankung) zugeschnitten ist.

Neben klassischen Krankengymnastik-Übungen können auch Massagen, Besuche im Schwimmbad und leichtes Ausdauertraining Bestandteil der Therapie sein. Im Rahmen einer Physiotherapie werden überdies wertvolle Tipps und Tricks zum Umgang mit Bewegungsproblemen im Alltag vermittelt: So lernt der Patient, optische Hilfsmittel wie Laserpointer oder akustische Hilfen wie lautes Zählen, rhythmisches Klopfen einzusetzen, um Bewegungsblockaden zu überwinden und die eigene Mobilität im Alltag zu steigern. Ein Bewegungsprogramm, das speziell für Parkinson-Patienten entwickelt wurde, ist das LSVT-Big-Training. Darüber referiert Dietmar Weiss, Physiotherapeut und LSVT Trainer, am Mittwoch, 7. November, von 14.30 bis 16 Uhr bei der Kreisverwaltung in Homburg, im kleinen Sitzungssaal, Am Forum 1.

Morbus Parkinson gehört zu den häufigsten Krankheiten des Nervensystems. In Deutschland geht man von einer Gesamtzahl von zirka 250 000 Parkinson-Patienten aus. Fast die Hälfte der Betroffenen erkrankt zwischen dem 50. und dem 60. Lebensjahr.