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Entschluss: Stadt soll dringend handeln
Ortsrat Jägersburg beklagt kaputte Wege

 Immer wieder mahnt der Ortsrat Jägersburg an, das Wegenetz um die Weiher des Naherholungsgebietes angemessen instand zu setzen.
Immer wieder mahnt der Ortsrat Jägersburg an, das Wegenetz um die Weiher des Naherholungsgebietes angemessen instand zu setzen. FOTO: Thorsten Wolf
Websweiler. Das Gremium hat der Stadt am Mittwoch daher eine Frist gesetzt, die Strecken an den Weihern in Ordnung zu bringen. Darüber hinaus ging es auch um die Parksituation in den Hauptdurchgangsstraßen. Von Thorsten Wolf

Die Parksituation im Ort, die Lage im Naherholungsgebiet, die angekündigten Arbeiten an der L 118 im Bereich Jägersburg und noch einiges mehr: Für seine Sitzung am Mittwochabend hatte sich der Ortsrat Jägerburg einiges auf die Tagesordnung gepackt.

Im Schützenhaus des SV Websweiler ging es trotzdem recht zügig zur Sache, einstimmig schickten die Ortsratsmitglieder unter Vorsitz von Ortsvorsteher Jürgen Schäfer (SPD) einen ganzen Forderungskatalog in Richtung Homburger Stadtverwaltung. Gleich zu Beginn ging es da um das Parken in den Hauptdurchgangsstraßen, sprich der Kleinottweiler Straße, der Höcher Straße, der Saarpfalz-Straße und der Brucknerstraße. Dort machten Autofahrer, so berichtete es CDU-Fraktionssprecher Siegfried Biegaj, die illegal auf dem Bürgersteig parkten, Fußgängern mit Rollatoren oder Kinderwagen das Leben schwer, denn: Die Betroffenen müssten auf die Straße ausweichen. „Diese Situation ist insbesondere in den Durchgangsstraße mit großer Gefahr verbunden.“ Folgerichtig formulierte Biegaj einen entsprechenden Antrag. So solle das Ordnungsamt der Stadt prüfen, an welchen Stellen in den besagten Durchgangsstraßen eine entsprechende Möglichkeit zum Parken auf dem Bürgersteig möglich sei. Abseits davon müsse das Ordnungsamt das verbotene Parken auf dem Gehweg häufiger kontrollieren und auch ahnden. „Dem Ortsrat ist in der nächsten Sitzung über die eingeleiteten Maßnahmen zu berichten“, so Biegaj abschließend in seinem Beschlussvorschlag. Dem folgte der Ortsrat einstimmig – ergänzt um die Forderung einer Prüfung, ob ein wechselseitiges Parken, getrennt nach geraden und ungeraden Monaten an den besagten Straßen, möglich ist – dort, wo keine offiziellen Parkmöglichkeiten auf dem Gehweh eingeräumt werden können.

Peter Fuchs von der CDU nannte die Ortsdurchfahrt von Höchen als Beispiel dafür, wie gut eine solche Regelung funktionieren könne. Nochmal um den Straßenverkehr ging es dann, als Ortsvorsteher Jürgen Schäfer einen aktuellen Einblick in die Planungen zur Sanierung der L 118 im Bereich Jägersburg gab. Nach Rücksprache mit dem Landesbetrieb für Straßenbau seien hier erstmal keine gravierenden Beeinträchtigungen zu erwarten. „Jägersburg selbst wird voraussichtlich erst im Zeitraum der großen Ferien betroffen sein.“



Ein großes Thema und in Jägersburg ein echter Dauerbrenner war am Mittwoch wieder die Situation im Naherholungsgebiet, hier vor allem der Zustand der Parkzonen an den Weiheranlagen und der Wege rund um Brück- und Schlossweiher sowie die Lage an der Mündung des Felsbachs am Brückweiher. Bei den Wegen ging es, auch das ein immer wiederkehrender Kritikpunkt des Ortsrates, vor allem um ein Teilstück am Brückweiher zwischen Kleinottweiler Straße und Blockhaus. Peter Fuchs: „Dieser Weg ist nicht befestigt. Sobald es regnet, ist dieses Stück nicht passierbar.“ Diese Einschätzung bestätigte auch SPD-Ortsratsmitglied Patrick Kanzler. „Wenn ich da jogge, dann ist es nicht zu schlimm, wenn ich dann durchs Wasser laufe. Aber normale Leute, die dort zum Beispiel mit ihrem Hund oder ihren Kindern spazieren gehen, kommen da überhaupt nicht mehr vorbei.“ Auch im Bereich Schlossweiher, wie Jürgen Schäfer ergänzte, gebe es Wegabschnitte „an denen man Gummistiefel verkaufen könnte“. Der Ortsvorsteher zeigt sich vor dem Hintergrund, dass man seitens des Ortsrates in der Vergangenheit immer wieder auf den schlechten Zustand einiger Wegabschnitte im Naherholungsgebiet hingewiesen hatte, wenig begeistert von der schriftlich vorliegenden Stellungnahme der Bauverwaltung der Stadt zu diesem Tagesordnungspunkt. Von dort hatte man per Mail zugesichert, dass „alle möglichen Schäden beseitigt und die Wege wieder in Stand gesetzt werden“. Schäfer: „Wir haben das schon in der Ortsratssitzung am 21. August 2019 auf der Tagesordnung gehabt. Und dann bekomme ich so eine Mail!“

Der Stadtverwaltung nun setzte der Ortsrat einstimmig eine Frist bis Ostern, um die betroffenen Wege Instand zu setzen. Bis dahin soll auch ein gefallener Baum aus dem Bereich der Felsbach-Mündung entfernt werden. Bis zur nächsten Ortsratssitzung soll die Stadtverwaltung dem Ortsrat zudem darüber berichten, wie man dort mit dem veränderten Verlauf des Bachs und den damit verbundenen Belastungen für den Weiherdamm an der Bachmündung am Brückweiher umgehen will. Hier hatte Siegfried Biegaj geschildert, dass die aktuelle Situation eben den Weiherdamm, hier laufe der Felsbach zwischenzeitlich durch einen zu kleinen Durchfluss, gefährde. „Das Wasser läuft bei Starkregen oder längeren Regenphasen über den Damm und beschädigt ihn auf Dauer.“ Hier soll die Homburger Verwaltung nun prüfen, ob der Bach wieder in sein altes Bett verlegt werden kann. Sollte dies aufgrund naturschutzrechtlicher Bestimmungen nicht möglich sein, dann müsse die Verwaltung ausreichende Maßnahmen zum Schutz des Weiherdamms ergreifen, so Biegaj.