| 18:22 Uhr

Wichtige Themen bei Ortsratssitzung
Windräder sind Räten ein Dorn im Auge

Schäden am Asphalt der Straße sowie an den Bürgersteigen und Bordsteinen durch Hebungen und Verwerfungen haben Baumwurzeln in der Einöder Eichendorffstraße verursacht. Ein Baum wurde bereits gefällt, weitere sollen folgen.
Schäden am Asphalt der Straße sowie an den Bürgersteigen und Bordsteinen durch Hebungen und Verwerfungen haben Baumwurzeln in der Einöder Eichendorffstraße verursacht. Ein Baum wurde bereits gefällt, weitere sollen folgen. FOTO: Markus Hagen
Einöd. Die Zweibrücker Windparkpläne und Straßenschäden durch Baumwurzeln beschäftigten die Einöder Räte in ihrer Sitzung. Von Markus Hagen

Mit zwei Problemfällen beschäftigte sich der Einöder Ortsrat in seiner jüngsten Sitzung. Zum einen ging es – wie auch schon in Kirrberg (wir berichteten) – um Zweibrücker Windparkpläne für die Weiße Trisch, die später in der Sitzung einstimmig abgelehnt wurden, zum anderen um Schäden an Straße und Bürgersteigen in der Eichendorffstraße, verursacht durch die dortigen Bäume und ihre Wurzeln.

Ortsvorsteher Karl Schuberth informierte über den Stand der Pläne der Stadt Zweibrücken. Zum Hintergrund: Diese  verfolgt mit dem Teilflächennutzungsplan „Windenergie“ das Ziel, „die Windenergie im Stadtgebiet räumlich zu steuern“.  Auch hier ist es der  Bereich „Auf der weißen Trisch“ (Konzentrationszone), der als Sondergebiet mit der Zweckbestimmung „Windenergienutzung“ dargestellt werden soll.

Zweibrücken könne auf der „Weißen Trisch“ bis zu fünf weitere Windräder aufstellen lassen. Vier Windräder stehen bekanntlich bereits auf dem angrenzenden Homburger Gebiet. Die weiteren Windräder auf der Zweibrücker Fläche sind auch den Ortsratsmitgliedern von Einöd „ein Dorn im Auge“. Ulrich Fremgen (SPD) sprach sich im Namen seiner Partei gegen den Ausbau aus. „Wir sehen diesen Plänen, weitere bis zu 200 Meter hohe Windräder aufbauen zu lassen, kritisch entgegen.“ Fremgen machte  weiter klar, dass es sinnvoller wäre,  sich anstatt mit Windenergie damit zu beschäftigen, möglicherweise eine Fotovoltaikanlage zu installieren. Bezüglich nachhaltiger Energie habe man im Bereich „Weiße Trisch“ mit vier Windrädern bereits genug getan. Selbst zwei weitere Anlangen wären zu viel.



Ortsvorsteher Schuberth erklärte zudem, dass die gewaltigen Betonfundamente der neuen Windräder dann beim Rückbau der Anlage im Boden bleiben würden, weil die Beseitigung der vielen Tonnen Stahlbeton praktisch unmöglich sei. „Nur durch Sprengung der Betonblöcke wäre dies möglich.“ Auch von Lärmbelästigungen der neuen Windräder war am Donnerstagabend im Ortsrat die Rede. Im nicht öffentlichen Teil stimmte der Einöder Ortsrat einstimmig gegen den vorgesehenen Ausbau des Windräderparks auf der „Weißen Trisch“.

Karl Schuberth erwähnte bei der Sitzung, dass sich in jüngster Zeit Klagen von Anwohnern der Eichendorffstraße über Schäden am Asphalt von Straßen und Bürgersteigen häuften. Verursacht werden diese vom Wurzelwerk an den Bäumen am Straßenrand, die wegen des felsigen Untergrundes nicht nach unten wachsen könnten,  sondern sich ausbreiteten. Straßen und Bürgersteige würden daher teilweise nach oben gedrückt. Ein Baum wurde bereits gefällt. Der Baumstumpf mit dem entsprechenden Wurzeluntergrund ist aber noch im Boden.

Schuberth: „Wir müssen eine Lösung finden, auch wenn wir alle Bäume in der Straße nach und nach fällen müssen.“ Thomas Müller von der Bauamts-Verwaltung der Stadt Homburg erklärte hierzu: „Nach einer möglichen Fällung der Bäume muss aber eine Neubepflanzung von Bäumen stattfinden.“ Sicherlich dann aber mit Bäumen, deren Wurzelwerk nicht mehr so viel Platz brauche wie das der jetzigen Bäume.

In einem weiteren Tagespunkt ging es um die Verteilung von Wohlfahrtspflegemittel in Höhe von 1850 Euro, die wie im vergangenen Jahr folgendermaßen vergeben werden: Jeweils 300 Euro erhalten die protestantische Kirchengemeinde Einöd, die freiwillige Ganztagsbetreuung der Grundschule Einöd, die Kindertagesstätte Schwarzenacker und die katholische Kirchengemeinde Schwarzenacker „Heilig Kreuz“. 200 Euro bekommt die protestantische Kirchengemeinde Schwarzenacker. Über 400 Euro darf sich die Kindertagesstätte Einöd freuen.

Die Windradpläne der Stadt Zweibrücker auf der „Weißen Trisch“ wurden vom Ortsrat Einöd abgelehnt.
Die Windradpläne der Stadt Zweibrücker auf der „Weißen Trisch“ wurden vom Ortsrat Einöd abgelehnt. FOTO: dpa / Patrick Pleul