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Zeitreise ins musikalische Gestern
Auf Zeitreise mit den Songs von gestern

Als Lokalmatadoren und Organisatoren der Homburger Oldie-Night kam der Band Take Five auch in diesem Jahr wieder die große Aufgabe zu, vor und auf der Bühne das Publikum zu rocken.
Als Lokalmatadoren und Organisatoren der Homburger Oldie-Night kam der Band Take Five auch in diesem Jahr wieder die große Aufgabe zu, vor und auf der Bühne das Publikum zu rocken. FOTO: Thorsten Wolf
Homburg. Der Samstagabend stand im Homburger Saalbau ganz im Zeichen der Oldies. Funk, Soul und die Musik der Beatles begeisterten die Gäste. Von Thorsten Wolf

Herbstzeit ist in Homburg traditionell „Oldie-Night“-Zeit. Und so konnten sich die Gäste am vergangenen Samstagabend wieder auf eine ganz besondere Nacht im Homburger Kulturzentrum Saalbau freuen. Zum nunmehr 28. Mal hatten die Lokalmatadoren von Take Five als Veranstalter eine ausgiebige Zeitreise ins musikalische Gestern vorbereitet. Am Start: Das Duo „Chris und Albert“, natürlich Take Five selbst, „The Soulfamiliy“ mit Elmar Federkeil und, als Headliner des Abends, die „ReBeatles“. Das Line-Up bot damit ganz unterschiedliche Stilrichtungen und Musikepochen, vom Klassiker, präsentiert mit Akustik-Gitarre, über waschechte Party-Musik und Funky Soul bis hin zu den nie altmodisch klingenden Hits der Pilzköpfe aus Liverpool. Im großen Saal des Kulturzentrums wurde also ausgiebig gefeiert, wer es etwas ruhiger mochte, der konnte auch hoch auf die Empore. Dort, im „zweiten Stock“, fand sich zudem noch eine  Bar.

Nach seinem Auftritt mit seiner Band Take Five drehte auch Martin Hartmann seine Runde durch den Saalbau und fand ein bisschen Zeit, um mit unserer Zeitung über den Samstagabend, das kommende Jahr und natürlich die Jubiläums-Oldie-Night im Jahr 2020 zu sprechen. Mit Blick auf 2018 war Hartmann nicht ganz zu zufrieden mit der Zahl der Gäste, „vielleicht müssen wir uns überlegen, ob wir mit dem Termin wieder zurück in den November gehen, so wie es früher war.“ Damit, so der Bandleader, würde man der inzwischen fast unüberschaubar großen Zahl an Oktoberfesten aus dem Weg gehen. „Aber ansonsten herrscht eine super Stimmung, das muss ich schon sagen. Die Leute machen gut mit, und das schon seit dem Duo ‚Chris und Albert‘. Auch bei uns haben die Leute mitgetanzt, die Soulfamiliy rockt gut ab – es ist richtig schön!“

Gerade die „Soulfamily“ von Tausendsassa Elmar Federkeil stach im Programm am Samstag ein bisschen hervor. Martin Hartmann zur Idee, diese Band für die Oldie Night zu engagieren: „Die Band hat in den vergangenen beiden Jahren kurz vor Weihnachten auf dem Homburger Marktplatz gespielt. Im ersten Jahr waren 100 bis 200 Leute da, im vergangenen Jahr war der Marktplatz komplett voll. Das hat den Leuten unheimlich gut gefallen. Und da haben wir uns gesagt: Eine Soul- und Funkband hatten wir noch nie bei der Oldie Night. Also holen wir die einfach mal.“ Und mit ihrem Programm komme die Band richtig gut an, war sich Hartmann während des Auftritts der Truppe um Elmar Federkeil sicher.



Doch was ist heute eigentlich ein „Oldie“? Man gehe musikalisch so mindestens 20 bis 30 Jahre zurück, erläuterte Martin Hartmann. „Damit könnte im kommenden Jahr auch was von den Backstreet Boys aus dem Anfang der 1990er Jahre mit dabei sein. Das kommt vor allem bei den Jüngeren gut an.“ Und damit war der Oldie-Night-Organisator auch schon beim Ausblick auf das, was kommen wird. „Im nächsten Jahr haben wir eine der besten Rolling-Stones-Tributebands im Programm, die heißen ‚Voodoo Lounge‘. Die Band ist in ganz Europa unterwegs, die sind richtig gut – und wir sind froh, dass wir sie engagieren konnten. Vielleicht holen wir 2019 auch noch mal die ‚Wonderfrolleins‘, die kamen in der Vergangenheit ja immer gut an. Es soll wieder für jeden was dabei sein.“

Und im Jubiläumsjahr 2020? Hier konnte Hartmann bereits einen definitiven Programmpunkt nennen. „Wir haben schon die Bee Gees-Tribute Band ‚Night Fever‘ engagiert.“ Vom mal geäußerten Plan, die Jubiläums-Oldie-Night zweitägig zu gestalten, sei man abgerückt, „das ist einfach zu viel Aufwand“.