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Nur eine Zufahrt zum Parkplatz

 Parken können Autofahrer auf dem Platz zwischen Oberer und Unterer Allee nur bis zum Gitter. Die Stadt baut hier vor dem neuen Haupteingang des Amtsgerichts unter anderem einen Behindertenparkplatz sowie Stellflächen für Fahrräder. Foto: Stumm/pm
Parken können Autofahrer auf dem Platz zwischen Oberer und Unterer Allee nur bis zum Gitter. Die Stadt baut hier vor dem neuen Haupteingang des Amtsgerichts unter anderem einen Behindertenparkplatz sowie Stellflächen für Fahrräder. Foto: Stumm/pm FOTO: Stumm/pm
Homburg. Vor dem neuen Haupteingang zum Homburger Amtsgericht wird gebaut. Die Stadt investiert hier rund 50 000 Euro. Unter anderem wird die Zufahrt verbreitert, auch ein Behindertenparkplatz soll entstehen. Ulrike Stumm

Der Parkplatz am Amtsgericht zwischen Unterer und Oberer Allee in Homburg ist bei Autofahrern ziemlich beliebt und in der Regel morgens auch schnell belegt. Seit einigen Tagen brauchen diejenigen, die hier ihr Auto abstellen möchten, Geduld. Und wer rumkurvt, um noch eine Lücke zu finden, muss schon mal längere Strecken rückwärts fahren. Grund dafür ist eine Baustelle, durch die der sonst mögliche Rundkurs und die obere Einfahrt blockiert sind. Voraussichtlich noch bis Mitte Oktober soll hier gearbeitet werden, teilte Stadt-Pressesprecher Jürgen Kruthoff auf Anfrage mit.

Hintergrund sind Änderungen und Verbesserungen am und im Gebäude des Amtsgerichts, das direkt an dem Platz angrenzt. Unter anderem wurde der Haupteingang an den großen Parkplatz verlegt. Als die Pläne zur Umgestaltung des Gerichts im vergangenen Frühjahr öffentlich erläutert wurden, hatte Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind - damals noch Beigeordneter - zugesagt, dass die Stadt den Teil des Parkplatzes am neuen Eingang optisch aufwerten werde. Die Stadt löse jetzt also eine Zusage ein, sagte Kruthoff.

Konkret werde die Zufahrt zum Amtsgericht verbreitert und könne so besser genutzt werden, führte Kruthoff aus. Zudem werde ein Behindertenparkplatz in unmittelbarer Nähe zum Eingang angelegt. Dieser bekomme einen besseren Zugang zur Rampe, die ins Gebäude führt. Auch die Polizei , die Personen zu Verhandlungen oder zum Richter bringen muss, erhalte einen eigenen Stellplatz. Darüber hinaus werde eine Abstellfläche für Fahrräder gebaut. In diesem vorderen Teil des Parkplatzes würden zusätzlich der Untergrund verbessert und der Boden geteert, daher betragen die Kosten für die Stadt rund 50 000 Euro, fügte Kruthoff hinzu. Der übrige Parkplatz bleibt so, wie er ist: geschottert mit geteerten Zufahrten. Um den gesamten Platz in Angriff zu nehmen, fehle der Stadt das Geld, hieß es weiter.

Bei Autofahrern ist der Platz auch deswegen beliebt, da hier zeitlich unbegrenzt und kostenfrei geparkt werden kann. Das soll sich auf Sicht auch nicht ändern. Allerdings: Die Bewirtschaftung der Parkplätze in Homburg sei generell ein Thema, sagte Kruthoff. Dies werde den Stadtrat noch beschäftigen. Ein Einstieg könne eine leichte Gebührenerhöhung in der städtischen Tiefgarage unter dem Tal-Zentrum sein. In eine Bewirtschaftung einzusteigen, sei denkbar, wenn der Parkplatz in der Uhlandstraße fertig sei. Ob auch andere nach und nach folgen, sei "in der Diskussion". Zum einen sehe die Wirtschaftsförderung im kostenlosen Parken ein Plus für Homburg . Andererseits fordere die Kommunalaufsicht auch, dass die Einnahmen der Stadt erhöht werden müssten. Werde ein Parkplatz mit einer Schranke oder einem Automaten nachgerüstet, dauere es generell, bis sich so etwas rechne, machte Kruthoff deutlich. Bei einem neuen Parkplatz sei es einfacher, diese Elemente direkt mitzuentwickeln.