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Trotz schlechtem Wetter
Noch zwei Tage Weihnachtsdorf in Homburg

Stimmungsvolles Wintervergnügen bietet das Weihnachtsdorf mit der Almhütte und der Eisbahn.
Stimmungsvolles Wintervergnügen bietet das Weihnachtsdorf mit der Almhütte und der Eisbahn. FOTO: Thorsten Wolf
Homburg. Obwohl das Wetter zeitweise nicht so mitspielte, ist Betreiber Thorsten Bruch zufrieden mit dem Verlauf des Weihnachtsdorfes. Von Jennifer Klein

So wie das Jahr zu Ende geht, neigt sich auch die Weihnachtsdorf-Zeit in Homburg dem Ende zu: Noch am heutigen Freitag und morgen, am Samstag, steht die Budenstadt auf dem Christian-Weber-Platz mit der Eisbahn als Mittelpunkt.

Auch wenn die Wochen seit der Eröffnung am 10. Dezember wettermäßig eher durchwachsen waren, ist Betreiber Thorsten Bruch zufrieden, wie er bei unserem Besuch gestern am Rande der Eisbahn erzählte. „Vor allem die Vorweihnachtstage waren stark, da kamen viele Besucher, auch von außerhalb“, erklärte er.

Gezielt habe man zum Beispiel Werbung in Ramstein gemacht, was viele Besucher von der Air Base her gelockt habe. Und die Eisbahn ist – wie in den Jahren zuvor – eine Attraktion, ein Alleinstellungsmerkmal – außer in Saarlouis gibt es im Saarland keinen weiteren Weihnachtsmarkt mit Eislauffläche. Zwar habe es fast keinen Tag ohne Regen gegeben, bilanziert Bruch, aber zum Glück blieben die Zeiten, wo die Bahn gar nicht zu befahren war, Einzelfälle. „Wenn zu viel Wasser auf der Bahn steht, friert es auch nicht, das wird dann Wasserski“, meinte Bruch. Aber der erfahrene Veranstalter trägt’s mit Fassung: „Das ist eben Open-Air, das gehört dazu.“ Gefragt nach den Besucherzahlen, schätzt er „sogar eher mehr als im vergangenen Jahr“.



Ein Teil des Erfolgsrezeptes ist – neben dem stimmigen Konzept mit der Skihütte „Die Alm“, Budendorf, und Rahmenprogramm – vermutlich aber auch die Tatsache, dass der Chef selbst fast immer vor Ort ist und ein Auge darauf hat, dass alles läuft. Da wird zum Beispiel auch mal angemahnt, wenn jemand mit Schuhen die Eisfläche betritt oder Teenies meinen, mitten im Hochbetrieb auf der Bahn einen auf „dicke Kufe“ machen zu müssen, wie Thorsten Bruch nur halb im Scherz formuliert. Denn auch wenn die Bahn noch eine überschaubare Größe hat, kann man ruckzuck Tempo draufbekommen. Deshalb sollen die Schlittschuhläufer zum Beispiel auch Handschuhe tragen und nicht kreuz und quer fahren. Die jüngsten Läufer können ihre ersten Versuche auf dem Eis mit der Hilfe eines Pinguins wagen.

Obwohl er selbst Schlittschuhfahren kann, bleibt Thorsten Bruch für die ein oder andere Runde auf dem Eis aber keine Zeit: Schließlich gibt es genug zu tun, wo es mit anzupacken gilt. Eine Kunst für sich ist übrigens das Aufbringen des Wassers, um „neues Eis“ zu machen, wenn die Bahn abgefahren ist. „Es reicht nicht, da einfach Wasser draufzugießen“, erklärt Bruch, „man muss das Wasser gleichmäßig auftragen, in einem Bogen – bei einem zu festen Strahl besteht die Gefahr, dass die oberste Eisschicht angelöst wird und am Ende eine Achterbahn draus wird“.

Neben der gemütlichen Almhütte mit ihrem rustikalen Ambiente lockte vor allem das Rahmenprogramm zahlreiche Besucher an: Die Eislauf-Vorführungen von Skate’nFun waren ein Renner, ebenso das Konzert mit dem Gunni-Mahling-Showensemble und die Aktion „Friedenslicht für Bethlehem“ der Pfadfinder, zählt Bruch auf.

Für die beiden Abschlusstage heute und morgen hofft er nun darauf, dass der Wettergott ein Einsehen hat und es „nicht wie aus Eimern kübelt“. Dann kommen die Schlittschuhläufer von 11 bis 19.45 Uhr auf ihre Kosten. Heute Abend spielen ab 18.30 Uhr MEP Live unplugged Klassiker aus Rock, Pop, Country und Blues, morgen ist die Eisarena noch einmal von 11 bis 22 Uhr geöffnet, von 18 bis 21.30 Uhr gibt es die große „Farewell-Party“ mit der Firma Holunder, danach Après-Ski-Abschluss mit DJ Schlossalm.

Thorsten Bruch veranstaltet mit seiner Firma TOB Events das Weihnachtsdorf.
Thorsten Bruch veranstaltet mit seiner Firma TOB Events das Weihnachtsdorf. FOTO: Jennifer Klein