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Homburger Woche
Neuer zweiter Mann der Stadt

FOTO: Robby Lorenz / SZ
Seit Anfang der Woche steht also fest, wen die Homburger CDU offiziell ins Rennen um das Bürgermeisteramt schicken wird. Der gebürtige  Erbacher Michael Forster, 51, stellt sich dem Votum des Stadtrates und dürfte somit die Nachfolge seines Partei­freundes Klaus Roth übernehmen. Die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen gegen Roth, die bis zur Wahl des Bürgermeisters im Juni nicht abgeschlossen sein werden, verhindern, dass dieser noch einmal von seiner Partei aufgestellt werden kann. Jetzt also Forster, dessen Wahl wohl nichts entgegen stehen wird. Es gibt bekanntlich ein Abkommen der beiden großen Fraktionen im Rat, dass der Stellvertreter des Oberbürgermeisters generell von der jeweils anderen Partei gestellt werden sollte. Da OB Rüdiger Schneidewind der SPD angehört, wird der zweite Mann der Stadt somit ein CDUler. Die Sozialdemokraten werden vermutlich nicht ausscheren, auch wenn der  bisherige CDU-Fraktionschef Forster in Sachen Detektivaffäre mehrmals deutlich mit Schneidewind aneinander geraten war. Forderte Forster doch schonungslose Aufklärung – mit allen Konsequenzen für  den OB. Wenn die SPD ernsthaft um Aufklärung bemüht ist, wird sie mit dieser Kritik leben (können). Von Peter Neuheisel

In einem anderen Punkt darf bereits spekuliert werden: Michael Forster als Bürgermeister wird traditionsgemäß den ersten Zugriff haben, wenn es in spätestens fünf Jahren um die Frage gehen wird, wer für die CDU OB-Direktkandidat werden soll. Aber bis dahin dauert es noch etwas. Zunächst wird dem baldigen Bürgermeister die Aufgabe zukommen, mitzuwirken, auch die verschiedenen Affären im Rathaus aufzuklären.