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Gespräch mit Susanne Niklas
Ab März gibt’s viele neue Stadtführungen

 Auch auf dem Gelände des Universitätsklinikums in Homburg wird es künftig Stadtführungen geben – hier ein Blick aus der Luft. Das neue Programm mit allen Touren soll im Frühjahr erscheinen.
Auch auf dem Gelände des Universitätsklinikums in Homburg wird es künftig Stadtführungen geben – hier ein Blick aus der Luft. Das neue Programm mit allen Touren soll im Frühjahr erscheinen. FOTO: Foto: Frank Kirchhoff/UKS
Homburg. Seit vergangenem Frühjahr werden in Homburg viele unterschiedliche Touren angeboten, um die Stadt kennenzulernen. Nach einer kurzen Winterpause geht es im März mit einem neuen Programm wieder in die Vollen. Von Ulrike Stumm

Es war im vergangenen Jahr eine markante Neuerung: Die Stadt Homburg bildete Stadtführer aus, die wiederum Touren zu unterschiedliche Themen anboten. Das ermöglichte denjenigen, die sich darauf einließen, einen ganz neuen Blick auf ihre Stadt. Und es eröffnete Besuchern die Möglichkeit, Homburg auf verschiedenen Wegen zu erkunden.

Nun steht die neue Saison vor der Tür. Derzeit arbeite man am Faltblatt, das im Februar erscheinen soll, berichtet Susanne Niklas, Leiterin der Abteilung Kultur und Tourismus bei der Stadt Homburg. Im März wird es mit den Touren so richtig losgehen. Es wird aber schon vorher Angebote geben, etwa Ende Januar eine Führung mit Klaus Friedrich unter der Organisation der katholischen Erwachsenenbildung (KEB). Das Gros konzentriere sich aber auf die Zeit zwischen den Monaten März und Oktober, sagt Niklas. Auch wenn davor und danach noch etwas geboten werde.

 Das aktuelle Stadtführungs-Programm wird Bewährtes bringen, aber auch bislang noch nicht Bekanntes. „Es wird ganz viele neue Führungen geben“, verspricht Niklas. Zum einen seien Touren überarbeitet worden. Zum anderen entstanden jede Menge frische Ideen. Zu denen gehören zum Beispiel zwei unterschiedliche Touren auf dem Gelände des Universitätsklinikums mit historischen Schwerpunkten, angeboten würden diese jeweils an vier Terminen pro Jahr.



Künftig werde jeden Monat eine Führung auf dem Schlossberg veranstaltet. Zu den bestehenden Rundgängen an der Klosterruine Wörschweiler komme eine meditative Führung hinzu. Neu sei zudem die Tour in Jägersburg, bei der es um das Thema „Unser Wald in Märchen, Geschichte und Volkswirtschaft“ gehe.

Ein anderer Rundgang nähert sich „Homburg als Bierstadt“, in einem weiteren widmet sich eine „Marktfrau“ Anekdoten und Geschichten zum Markttreiben, sinnigerweise an Wochenmarkttagen. Einmal pro Monat könne man sich das Wald­stadion näher anschauen samt Torwandschießen und Bild mit dem Maskottchen. Das, so Niklas, eigne sich besonders für Kinder und Familien. Zudem stehen dreimal pro Jahr im Rahmen des „Netzwerks Hören“ so genannte Führungen mit Hörkomfort im Programm. Konkret bedeute dies, dass eine spezielle Anlage eingesetzt wird, die Teilnehmer mit Kopfhörern ausgestattet werden, um so dem Gesprochenen leichter folgen zu können. Das sei auch, aber nicht nur für Menschen gedacht, die Hörbeeinträchtigungen haben, so Niklas.

Gestrichen wurden in der neuen Saison die sonntäglichen offenen Touren zu jeweils wechselnden Themen. Hier seien zu wenige Menschen gekommen, informiert Susanne Niklas.

Stattdessen werde jetzt einmal pro Monat an einem Samstag eine solche offene Tour mit unterschiedlichen Schwerpunkten angeboten.

Die Ideen stammen übrigens alle von den Stadtführern selbst. Diese teilten ihr Themen und Terminvorschläge mit, berichtet Susanne Niklas über das Vorgehen. Dann werde geschaut, wie das alles zusammenpasst, wo sich möglicherweise etwas überschneide. Nachdem hier und da geschoben wurde, steht dann am Ende das Komplett-Programm.

Auch wenn jeder Stadtführer für sich arbeitet, es gibt einen Austausch: Jeden Monat treffe man sich zu einer Art Stammtisch mit inhaltlichem Programm. Dabei gehe es mal um historische Themen, mal werde eine Kirche besucht. Zudem werde über all das gesprochen, was gerade anstehe.

 Das gesamte „Stadtführer“-Konzept hat Susanne Niklas angestoßen. Dahinter steht ihr Anliegen, den Tourismus zu stärken. Und dazu wollte sie auch die Stadtführungen weiter ausbauen, zusätzliche Angebote schaffen neben denen, die es da bereits gab. Weil ihr klar war, dass man hier möglichst andere einbeziehen sollte, ließ sie Stadtführer ausbilden. Denn: Diese seien auch Multiplikatoren für eine Stadt.

In der Regel sei das dann ein Selbstläufer, da die Menschen eigene Themen setzten. 27 Frauen und Männer bestanden ihre Zulassungsprüfungen und konzipierten ihre ganz eigenen Touren: von der Kriminalstadtführung, über eine Tour, bei der es um die Spuren der Könige Frankreichs, Polens, Bayerns und Preußens geht, bis zum geologischen Ausflug in die Entstehungszeit des Buntsandsteins. Nach den erfolgreichen Testläufen beim Keramikmarkt zog Niklas zum Ausklang der Saison im Oktober eine positive Bilanz. „Die Stadtführungen sind wirklich gut angelaufen“, sagte sie damals. Zwischen fünf und 15 Menschen interessierten sich jeweils für die Touren, manchmal kamen sogar 20. Erreicht hatte man mit den Stadtführungen neben Touristen auch die Homburger selbst. Und so soll es nun auch in der neuen Saison weitergehen.

Zu den Stadtführungen muss man sich in der Regel anmelden. Möglich sein wird dies in einigen Fällen über das Kulturamt, Tel. (06841) 10 11 68. Bei anderen Stadtführungen kann man sich direkt an den jeweiligen Stadtführer wenden. Vermerkt sein wird dies im Infoblatt, das im Februar erscheinen soll. Dies sollte man dann auch online finden unter www.homburg.de.