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Königsbesuch
So bald kommen sie nicht mehr vorbei

Es war ein Arbeitsbesuch des Königspaares in Homburg, der begleitet wurde von einer niederländischen Wirtschaftsdelegation. Hier wird mit dem Uniklinikum ein Vertrag unterzeichnet, rechts stehend der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans, rechts sitzend der kaufmännsiche Direktor des Uniklinikums, Ulrich Kerle.
Es war ein Arbeitsbesuch des Königspaares in Homburg, der begleitet wurde von einer niederländischen Wirtschaftsdelegation. Hier wird mit dem Uniklinikum ein Vertrag unterzeichnet, rechts stehend der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans, rechts sitzend der kaufmännsiche Direktor des Uniklinikums, Ulrich Kerle. FOTO: Rüdiger Koop / UKS
Homburg. Das niederländische Königspaar war zum Kurzbesuch in Homburg. Davon gesprochen wird immer noch. Deshalb zeigen wir ein paar zusätzliche Fotos, denn bis zu einem nächsten Königsbesuch dürften wohl einige Jahre vergehen. Von Christine Maack

Alles geht vorbei, auch der zweistündige Besuch eines Königspaares, auch wenn man in Homburg immer noch davon spricht. Es war ein sehr sympathisches Paar, das dem Uniklinikum einen Besuch abstattete: Máxima und Willem-Alexander aus den Niederlanden. Niemand kann sich erinnern, wann überhaupt mal ein niederländisches Königspaar in Homburg weilte.

Käme ein französischer König, um sich die alte Festung Hohenburg anzuschauen, wäre dies durchaus verständlich, aber einen französischen König gibt es bekanntlich nicht mehr. Auch der Besuch eines Schweden-Königs in Zweibrücken wäre denkbar, aber bezüglich ihrer Deutschland-Reisen haben Silvia und Carl-Gustav bisher andere Schwerpunkte gesetzt. Offensichtlich ist es so, dass gekrönte Häupter sich eher für die Zukunft interessieren als für die Spuren, die ihre Vorväter hinterlassen haben. So informierten sich Máxima und Willem-Alexander über digitale Hilfsmittel in der Medizin und hörten zu, welchen Beitrag niederländische Firmen dazu leisten.

Für das Königspaar ging es nach dem Saarland-Besuch zu Hause gleich weiter: tags darauf kam der chinesische Premierminister mit Gattin nach Den Haag, Máxima trug graue Spitze, am nächsten Tag fuhr das Paar in die niederländische Provinz Zeeland, Máxima trug ein blau-rotes Folklore-Kleid, dann kam Ban Ki Mun zu Besuch in die Niederlande, Máxima trug ein knallrotes Kostüm.



Was wohl mit den beiden schönen Spitzenkleidern passiert, die sie im Saarland trug? Werden sie aussortiert? Mit Sicherheit kommen sie nicht in den Rot-Kreuz-Beutel. Tatsache ist, dass man als Zaungast bei diesem kurzen Besuch im Saarland eines mit Sicherheit erfahren hat: Es ist harte Arbeit, jeden Tag in der Öffentlichkeit eine gute Figur abgeben zu müssen, Máxima muss bei sämtlichen Empfängen und Staatsbanketten aus Höflichkeit essen, darf aber kein Gramm zunehmen, sie muss in neuen, schicken Schuhen gehen können, darf aber bei Blasen an den Füßen kein Gesicht verziehen. Man muss Máxima und ihre Standesgenossinnen deshalb nicht bemitleiden, aber mit ihnen tauschen möchte man auf Dauer wohl auch nicht.

Maxima und Willem-Alexander
Maxima und Willem-Alexander FOTO: Christine Maack
Das niederländische Königspaar Willem-Alexander und Máxima beim kurzen Rundgang am Universitätsklinikum des Saarlandes in Homburg.  
Das niederländische Königspaar Willem-Alexander und Máxima beim kurzen Rundgang am Universitätsklinikum des Saarlandes in Homburg.   FOTO: BeckerBredel
Beim Eintritt in die Halle der I-Med checkte das Königspaar an einem Automaten der niederländischen Firma logis p. ins Klinikum ein. Künftig werden Patienten dies auch so machen, es spare Zeit, sagt der Firmenchef.
Beim Eintritt in die Halle der I-Med checkte das Königspaar an einem Automaten der niederländischen Firma logis p. ins Klinikum ein. Künftig werden Patienten dies auch so machen, es spare Zeit, sagt der Firmenchef.
König Willem-Alexander, Königin Máxima und Ministerpräsident Tobias Hans vor einem in den Niederlanden entwickelten Automaten, an dem man sich selbst in der Klinik einchecken kann wie am Flughafen. 
König Willem-Alexander, Königin Máxima und Ministerpräsident Tobias Hans vor einem in den Niederlanden entwickelten Automaten, an dem man sich selbst in der Klinik einchecken kann wie am Flughafen.  FOTO: BeckerBredel
Máxima hört bei medizinischen Themen interessiert zu.
Máxima hört bei medizinischen Themen interessiert zu. FOTO: BeckerBredel