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Mit Querbeat und Jazzfrühschoppen
Musiksommer-Saison beginnt am 1. Juni

Die Ausnahme-Saxofonistin Nicole Johänntgen spielte bereits beim Homburger Musiksommer, unser Foto zeigt sie im Jahr 2013. Jetzt kommt sie wieder auf Homburgs historischen Marktplatz: am 11. August. 
Die Ausnahme-Saxofonistin Nicole Johänntgen spielte bereits beim Homburger Musiksommer, unser Foto zeigt sie im Jahr 2013. Jetzt kommt sie wieder auf Homburgs historischen Marktplatz: am 11. August.  FOTO: Michael Schneider
Homburg. Bis in den September wird auf dem Marktplatz freitags und samstags jede Menge Musik geboten. 30 Konzerte gibt’s ab 1. Juni in der Reihe Querbeat und beim Jazzfrühschoppen. Von Ulrike Stumm

15 Wochenenden, 30 Konzerte, 80 000 Euro Budget: Das sind die nüchternen Zahlen, die hinter dem Homburger Musiksommer stecken. Doch die spiegeln natürlich nicht wirklich wider, was die Sommerreihe für Homburg bedeutet, und für diejenigen, die sich hier organisatorisch ins Zeug legen. Hinter dem Musiksommer steht die 84 Mitglieder starke Interessengemeinschaft (IG) Homburger Altstadt. Deren Vorsitzender Raimund Konrad, zugleich Kulturbeigeordneter der Stadt Homburg, und Norbert Zimmer, Organisationsleiter der Interessengemeinschaft, sind sichtlich fröhlich bei ihrem Besuch in der Homburger Redaktion. Das liegt auch daran, dass nun die Programmheftchen gedruckt sind. Die Nachfrage sei riesig, einige, die bis jetzt schon dringend wissen wollten, wann die Musiksommer-Programme zu haben sind, habe man vertrösten müssen. Das und die Erfahrung der vergangenen Jahre zeigen: Das kostenfreie Angebot mit Querbeat und den Jazzfrühschoppen wird angenommen. Der Einzugskreis sei sehr groß, die Leute kämen aus dem gesamten Saarland, ohnehin  aus der Westpfalz. Der Zuspruch aus Kaiserslautern, Zweibrücken, Saarbrücken, Pirmasens sei immens. Das liege auch daran, dass die Qualität stimme. Dazu ist man, wie immer bei Freiluft-Aktivitäten vom Wetter abhängig. Regnen sollte es nicht und zu große Hitze ist beim Jazzfrühschoppen samstags um die Mittagszeit ebenfalls nicht förderlich. „Wir sind aber gut beschirmt, da findet jeder einen Schattenplatz“, versichert Konrad. Es seien zusätzliche Schirme geordert worden.

Am Grundkonzept wurde nichts geändert: Freitagabends wird auf dem Marktplatz live eine Mischung aus Rock, Pop, Soul, Funk, diesmal auch eine kubanische Salsaband serviert. „Querbeat eben“, sagt Norbert Zimmer, der hier fürs Programm verantwortlich zeichnet. Der Samstag gehört dem Jazz, die Gruppen hat Raimund Konrad federführend ausgewählt. Auch die Bühne sei am üblichen Platz am alten Rathaus zu finden. Zur Erinnerung: Es war eine Zeit lang intensiv und ziemlich emotional über einen neuen Standort diskutiert worden.

Das Angebot ist kostenfrei für die Zuhörer. 60 000 Euro schießt die Stadt zu, der Rest der 80 000-Euro, die das alles kostet, finanziert die IG Homburger Altstadt über Mitgliedsbeiträge, Spenden, Sponsoren und einen Beitrag der Wirte.



Es ist also angerichtet. Am 1. Juni startet der Musiksommer, damit also diesmal nach dem Maifest. Das habe sich nicht so bewährt, machte Konrad deutlich, Da gebe es ohnehin ein Bühnenprogramm.  Deswegen legt man also später los: Zum Auftakt stehen dann bei   Querbeat die Soul Providers auf der Bühne. Die Jazzfrühschoppen eröffnet dann am Samstag, 2. Juni, die Frankfurt Jazz Big Band. Im gesamten Programm finden sich dann Bekannte wie das Band-Projekt um Nicole Jo oder „Marco Marchi und The Mojo Workers“ ebenso wie neue Gruppen wie die Jazz Connection aus Holland oder Zydeco Annie, die zum Akkordeon greifen wird, und ihre Swamp Cats (ausführlicher Bericht zum Programm folgt). Ebenfalls wieder aufgegriffen wird das im vergangenen Jahr gestartete Projekt „Musiksommer  trifft Chöre“. Der Vorsitzende des Kreis-Chorverbands, Frank Vendulet, sei sehr interessiert daran gewesen, „dass wir das wiederholen“. So werden also am 9. Juni vier Chöre aus dem Kreis im Wechsel mit einer Band spielen. Diesmal lasse sich die Soundgesellschaft aus Trier auf diesen Versuch ein. Mit dabei sind der Chor Taktstrich aus Kirrberg, die St. Martin Singers, Voices Alive und 1Klang.

Es könne jedenfalls keiner sagen, es sei nichts für ihn dabei, so Konrad und Zimmer mit Blick auf das volle Programm. Da finde sich für „Oldiefreunde genauso etwas wie für die „Kids von heute“.

Wer jetzt seine Sommer-Wochenenden planen möchte: Das Programm des Musiksommers  liegt in vielen Geschäften in der Innenstadt aus, sind zudem im Kulturamt im Rathaus  erhältlich. Wer sich im Internet informieren möchte: Die Seite ­www.musiksommer-homburg.de wird ab Mitte Mai freigeschaltet.

Norbert Zimmer (links) und Raimund Konrad von der Interessengemeinschaft Homburger Altstadt haben die neuen Musiksommer-Programmhefte mit in die Redaktion gebracht.
Norbert Zimmer (links) und Raimund Konrad von der Interessengemeinschaft Homburger Altstadt haben die neuen Musiksommer-Programmhefte mit in die Redaktion gebracht. FOTO: Ulrike Stumm