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Mit Jazzfrühschoppen und Querbeat
Alles angerichtet für den Musiksommer

 Die Tuxedo Swing Bigband – hier bei einem früheren Auftritt auf dem Marktplatz – macht den Anfang bei den Homburger Jazzfrühschoppen am 25. Mai. Der Musiksommer startet am Abend zuvor mit Querbeat und der Marvin-Gaye-Show von „The London Paladium“.
Die Tuxedo Swing Bigband – hier bei einem früheren Auftritt auf dem Marktplatz – macht den Anfang bei den Homburger Jazzfrühschoppen am 25. Mai. Der Musiksommer startet am Abend zuvor mit Querbeat und der Marvin-Gaye-Show von „The London Paladium“. FOTO: Thorsten Wolf
Homburg. Am letzten Maiwochenende geht es los: Dann gibt es bis in den September auf Homburgs Marktplatz wieder Jazz und mehr zu hören. Über 30 Konzerte sind diesmal geplant. Unter anderem kommt der Schlagzeuger OIiver Strauch. Von Ulrike Stumm

Ein Geheimtipp ist der Homburger Musiksommer schon lange nicht mehr. Im Gegenteil: Mittlerweile lockt er in schöner Regelmäßigkeiten freitagabends und samstagmorgens die Menschen auf den historischen Marktplatz, etliche reisen von außerhalb an. Es ist inzwischen fast auch schon Tradition, dass die Macher mit dem gerade fertig gestellten Heftchen kurz vor dem Start in die neue Saison in die Homburger Redaktion kommen. Das ist auch diesmal so: Kulturbeigeordneter Raimund Konrad als Vorsitzender der Interessengemeinschaft (IG) Homburger Altstadt, die hinter dem Musiksommer steckt, Jörg Herrlinger, der sich auch um die Online-Angebote kümmert, und Norbert Zimmer sitzen am Dienstag am Tisch und sind sichtlich stolz darauf, wer da alles so auf der Marktplatz-Bühne stehen wird, geraten richtig ins Schwärmen.

Sie haben den Musiksommer mit seinen Jazzfrühschoppen und der Reihe Querbeat diesmal sogar etwas ausgeweitet, haben zeitlich draufgelegt, sodass es 2019 sogar deutlich mehr als 30 Konzerte sind von Ende Mai bis Mitte September. Das kostet dann auch etwas mehr: Fast 100 000 Euro, 80 000 Euro waren es im Vorjahr, fallen diesmal an. 60 000 Euro schieße die Stadt konstant Jahr für Jahr zu, der Rest werde mit Hilfe von Sponsoren und den Beiträgen der mehr als 80 Mitglieder der IG Altstadt gestemmt, erklären sie.

Wie immer ist der Musiksommer zweigeteilt, am Freitagabend, 19 bis 22 Uhr, bei Querbeat wird gemischt. Mal ist dann Funk zu hören, mal sind es Schlager, mal werden Westernhagen-Songs aufgegriffen, mal wird Musik aus der Karibik serviert. Der Samstagvormittag, elf bis 14 Uhr, ist dann für Jazz reserviert. Auch hier ist das Spektrum wie gewohnt groß, es kommen Gruppen, die hier schon mal auf der Bühne standen, aber auch solche, die neu in Homburg sind.



Der Publikumszuspruch sei hier wie da groß, sagen Konrad und Zimmer. Beim Jazzfrühschoppen wechsle es stärker. „Die Leute bleiben mal eine Stunde, gehen dann wieder“, so Konrad. Es sei ja schließlich auch ein Einkaufstag.

Querbeat habe eher den Charakter einer „Afterwork-Party“, erklärt Zimmer. Die Zuhörer kommen nach der Arbeit, bleiben bis zum Schluss, starten so ins Wochenende. Da hier so viel Betrieb ist, werde freitags kurz vor dem Konzert auch das Stück der Saarbrücker Straße ab der St. Michaelstraße gesperrt, informiert Konrad. Das habe man in der Mitte der vergangenen Musiksommer-Saison eingeführt, werde es beibehalten, es habe sich bewährt. Neben dem Sicherheitsaspekt sei es zudem einfach schöner fürs Zuhören, wenn keine Autos vorbeifahren, auch die Atmosphäre sei noch besser. Der vergangene Supersommer habe sich natürlich auch auf den Konzertreigen sehr positiv ausgewirkt. „Wettermäßig hatten wir kaum Ausfälle“, bestätigen sie. Es sei übrigens auch nicht so gut, wenn es samstags zu heiß sei. Andererseits sei man mittlerweile „gut beschirmt“, das sei wichtig für die Leute, ob sie unter den Schirmen nun Schatten suchen oder Schutz vor Regen. Was die Erfahrung ebenfalls zeigt: „Die Hardcore-Fans kommen auf jeden Fall“, sagt Zimmer, ausgestattet mit Jacken, Schirmen, Sitzkissen.

Starttermin ist diesmal das Wochenende 24./25. Mai, etwas früher als gewohnt und vor dem Maifest. Dann wird am Samstagmorgen die Tuxedo-Swing-Bigband, eine Gruppe aus dem Saarland mit vielen Profimusikern, die Jazz-Frühschoppen einschaukeln. Am Vorabend ist es an der Formation „The London Paladium“ mit ihrer Marvin-Gaye-Show für einen würdigen Start der Querbeat-Reihe zu sorgen. Am Wochenende darauf trifft der Musiksommer gleich aufs Maifest, zieht dann auch von der üblichen Bühne vor dem alten Rathaus auf die des Maifestes an der Saarbrücker Straße um. Zu hören gibt es hier freitags deutsche Schlager mit einer Show im Stil von Guildo Horn und Dieter Thomas Kuhn, präsentiert von „Van Baker & Band“, samstagvormittags kommt das Jazz-Ensemble des in Ramstein stationierten Stabsmusikkorps der US-Luftstreitkräfte in Europa „The Ambassadors“. Neben vielen weiteren Höhepunkten gibt es dann Mitte August gleich nach den Sommerferien ein ganzes Paket „Musiksommer trifft Klassik“ – ebenfalls auf spezieller Bühne. Das beginnt mit dem Gospel-Gottesdienst zu Mariä Himmelfahrt am 15. August auf der Bühne. Am Freitagabend, 16. August, steht das Klassik-Open-Air mit dem Homburger Sinfonieorchester auf dem Programm samt öffentlicher Generalprobe am Vorabend. Am Samstag, 17. August, gibt es gleich zwei Konzerte: vormittags spielen „I Liguriani“, alles Musiker der italienischen Folkszene. Abends heißt es „Jazz meets Classic“. Da zaubern unter anderem der bekannte Schlagzeuger Oliver Strauch und Wolfgang Mertes, Konzertmeister des saarländischen Staatsorchesters, gemeinsam mit Pianist Hemmi Donié und Basist Gabriele Basilico aus Klassik und Latin-Musik Jazzvariationen.

Die Programmhefte zum Musiksommer werden ab Donnerstag ausgelegt, im Internet auf der weiter verbesserten Homepage kann man sich die Termine schon ansehen und in den Kalender setzen: www.musiksommer-homburger.de.

 Stellten das Musiksommer-Programm in der Homburger Redaktion vor (von links): Jörg Herrlinger, Raimund Konrad und Norbert Zimmer.
Stellten das Musiksommer-Programm in der Homburger Redaktion vor (von links): Jörg Herrlinger, Raimund Konrad und Norbert Zimmer. FOTO: Ulrike Stumm