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Dorffest Reiskirchen
Mit Brezelumzug ins Fest gestartet

Die Gruppe Saitenwind sorgte am Samstagabend für Stimmung beim Reiskircher Dorffest.
Die Gruppe Saitenwind sorgte am Samstagabend für Stimmung beim Reiskircher Dorffest. FOTO: Bill Titze
Reiskirchen. Beim Reiskircher Dorffest ließ man sich am Samstagabend vom Regenwetter nicht die Laune vermiesen. Von Bill Titze

Wer 37 Mal erfolgreich ein Dorffest durchgeführt hat, lässt sich beim 38. so schnell nicht mehr aus der Bahn werfen. So könnte man die Stimmung beim Dorffest in Reiskirchen beschreiben, bei dem trotz des bescheidenen Wetters am Samstag die Bänke gut gefüllt waren und die Reiskircher zusammenkamen, um zu feiern und sich dabei über Gott und die Welt auszutauschen. Schon beim Auftakt des Festes, dem Brezelumzug, war die Atmosphäre ausgelassen, und die teilnehmenden Kinder und Jugendlichen, darunter zum ersten Mal die Showtanz-Gruppe der Homburger Narrenzunft, ließen sich vom fernen Donnergrollen nicht einschüchtern. Besagte Showtanz-Gruppe war es dann auch, die direkt nach Ankunft am Festplatz vor der Auferstehungskirche mit einer Tanzeinlage die Gäste auf das Fest einstimmte. Bevor schließlich der Fassbieranstich von Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind (SPD) vollzogen wurde, gaben die Harrasberger Sänger, die bereits zum 24. Mal beim Dorffest auftraten, eine Gesangseinlage zum Besten. Der Schirmherr der Veranstaltung, Landrat Theophil Gallo, lobte daraufhin nicht nur die Sänger, sondern auch alle anderen Helfer. „Was sie leisten, ist hervorragend.“ Ins gleiche Horn blies auch Schneidewind, der deutlich machte, „dass, wenn so viel Engagement da ist, wir gerne helfen, damit ein solches Fest stattfinden kann“.

Tatsächlich ist der Zusammenhalt zwischen den verschiedenen Reiskircher Vereinen  groß, wie Lothar Schackmar, Vorsitzender des Bürgervereins, erzählt. „Von Jung bis Alt hilft alles mit. Gerade die Jungen bringen sich aktiv mit ihren Ideen ein und helfen so, das Dorffest Jahr für Jahr noch ein Stück zu verbessern.“ Da verwundert es auch nicht, dass die verschiedenen Zelte und Stände in zwei Tagen aufgebaut waren und die Organisation des Festes, das der Bürgerverein in Zusammenarbeit mit Musikverein, Schützenverein und Sportverein organisiert, nicht viel Zeit in Anspruch nahm. „Insgesamt nimmt die Bevölkerung das Dorffest sehr gut an und so ist es jedes Jahr wieder das Highlight im Festkalender“, stellt Schackmar fest. Eine ganz neue Attraktion gab es in diesem Jahr vor allem für die Kleineren unter den Besuchern: ein Karussell. „Wir hatten letztes auf der Kirmes schon einmal ein Karussell das sehr gut angenommen wurde“, schildert Schackmar, wieso man auf dem Dorffest nicht darauf verzichten wollte. Während die Kinder also ihre Runden drehten, konnten sich die Erwachsenen am Auftritt der Gruppe Saitenwind erfreuen, die zum ersten Mal beim Dorffest auftrat. Für das leibliche Wohl war ebenfalls gesorgt, von Schnitzelweck bis Kuchen war alles geboten. „Uns ist die kulinarische Vielfalt beim Fest sehr wichtig“, so Schackmar. „Aber auch bei der Musik möchten wir für etwas Abwechslung sorgen, weswegen wir zum ersten Mal Saitenwind engagiert haben.“

Am Sonntag trat dann Leo Calabrese auf. Zuvor hatten die Kleinen des Awo-Kinderhauses die Besucher unterhalten. Für die Kinder gab es dann später auch noch Programm, denn auf dem Außengelände des Kinderhauses wurde ein Workshop angeboten, mit dem sich die Jungen und Mädchen auseinandersetzen konnten. So war das Dorffest auch in diesem Jahr, nach den Worten Lothar Schackmars, ein Höhepunkt im Reiskircher Festkalender.