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Missbrauchsvorwürfe in Homburger Uniklinikum
Morsch: Klinik musste Eltern informieren

Saarbrücken/Homburg. Im mutmaßlichen Missbrauchsskandal in der Kinder- und Jugendpsychiatrie des Universitätsklinikums (UKS) hat die frühere Justizstaatssekretärin Anke Morsch (SPD) bestätigt, dass sie 2015 von der Staatsanwaltschaft über die Aufnahme der Ermittlungen gegen den Assistenzarzt informiert wurde. Von Michael Jungmann

Auch über die Einstellung des Verfahrens nach dem Tod des Beschuldigten und die Tatsache, dass die Staatsanwaltschaft nicht die Patienten informieren werde, wurde auf dem Dienstweg berichtet. Morsch: „Bei der Information an das Justizministerium geht es um die juristische Fachaufsicht“. Sie sei „selbstverständlich davon ausgegangen, dass die betroffenen Eltern vom UKS informiert werden, das aus meiner Sicht dazu verpflichtet war“. Eine Information der Eltern durch die Staatsanwaltschaft wäre „dagegen nicht zulässig gewesen“. Dies gelte auch für eine Weitergabe der Informationen innerhalb der Landesregierung. Die Rechtsaufsicht beim Wissenschaftsministerium, das für das UKS zuständig ist, erlangte von den Vorgängen nach eigenen Angaben erst im April 2019 Kenntnis.

„Im Sinne vollständiger Transparenz“, so Morsch, hätte sie keine Einwände, dass den Mitgliedern des Rechtsausschusses des Landtags die entsprechenden Akten zur Verfügung gestellt werden. Der Ausschuss tagt an diesem Donnerstag.