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Uniklinikum
Große Investitionen fürs Uniklinikum

 Derzeit sind am Uniklinikum in Homburg diverse Umbaumaßnahmen geplant. Das Investitionsvolumen beträgt stolze 152 Millionen Euro.
Derzeit sind am Uniklinikum in Homburg diverse Umbaumaßnahmen geplant. Das Investitionsvolumen beträgt stolze 152 Millionen Euro. FOTO: Christine Maack
Homburg. Innen- und Bauminister Klaus Bouillon listete zehn aktuelle Baumaßnahmen am Uniklinikum für 152 Millionen Euro auf. Von Christine Maack

Es sind Millionenbeträge, die das Saarland in die Hand nimmt, um am Uniklinikum zu bauen, laut Innen- und Bauminister Klaus Bouillon 152,5 Millionen Euro. Auf der einen Seite müssen bestehende Gebäude dringend saniert werden, weil sie kaum noch modernen Ansprüchen genügen, angefangen vom Brandschutz bis zu hygienischen Bedingungen. Auf der anderen Seite werden neue Forschungsgebäude errichtet, ohne die das Saarland wissenschaftlich nicht mithalten kann. Nun könnte man sagen: Was brauchen wir Wissenschaft im Saarland? „Aber das Ganze mündet bei dieser Denkweise in einer Abwärtsspirale, die keiner will,“ betonte Innenminister Klaus Bouillon, der am Montag Nachmittag zu einem Kurzbesuch ans Uniklinikum gekommen ist, „denn ohne Wissenschaft kommen keine Studenten, und ohne Studenten gibt es keinen Ärztenachwuchs mehr im Saarland.“

Wie der Dekan der Medizinischen Fakultät, Professor Michael Menger betonte, stehe das Saarland nicht nur in Konkurrenz zu den umliegenden Unikliniken in Mainz und Heidelberg, „sondern inzwischen auch weltweit mit London, Paris oder den USA“. Denn längst ist das Abwerben von Wissenschaftlern global, und es sei nicht leicht für das kleine Saarland, innerhalb dieser großen Konkurrenz zu bestehen. Dies ginge nur, wenn man weiterhin investiere. Und Klaus Bouillon, der angesichts der geplanten Bauten auf dem Campus seufzte: „Wenn ich gewusst hätte, was da auf mich zukommt...“ lobte die Arbeit der Mitarbeiter des Uniklinikums: „Als Saarländer weiß man unser Uniklinikum in dem Moment wirklich zu schätzen, in dem man selbst als Patient hierher kommt.“ Er sicherte dem Klinikum seine Unterstützung zu, war aber auch erfreut, von Seiten des Ärztlichen Direktors, Professor Wolfgang Reith, und des Dekans Professor Michael Menger, auf Verständnis für die wirtschaftliche Situation des Saarlandes zu stoßen. Beide Professoren betonten ihre Dankbarkeit, da sie sich bewusst seien, „welche Anstrengung es kostet, dass ein kleines Land diese Summen stemmt.“

Das Zentrale Hörsaalgebäude (15 Millionen Euro) nimmt gerade Form an und wird Anfang 2020 fertig sein, die Eröffnung des Präklinischen Zentrums für molekulare Signalverarbeitung (PZMS) (50 Millionen Euro) ist für 2023 anvisiert.