| 23:11 Uhr

Fraulautern und Homburg
Massenschlägerei in Homburger Sexclub

Nach einer Säure-Attacke auf einen Nachtclub in Saarlouis-Fraulautern setzte die Rettungsleitstelle Einsatzkräfte, darunter den ABC-Zug des Landkreises Saarlouis, sowie Notarzt und Rettungsdienst in Marsch.
Nach einer Säure-Attacke auf einen Nachtclub in Saarlouis-Fraulautern setzte die Rettungsleitstelle Einsatzkräfte, darunter den ABC-Zug des Landkreises Saarlouis, sowie Notarzt und Rettungsdienst in Marsch. FOTO: Ruppenthal
Fraulautern/Homburg. Bei zwei Großeinsätzen im Rotlichtmilieu waren die saarländischen Rettungskräfte am Wochenende gefordert: am Samstagabend wurden Feuerwehr, Polizei und das Deutsche Rote Kreuz (DRK) wegen eines Buttersäure-Angriffs auf ein Bordell in Saarlouis-Fraulautern gerufen. dpa/rup

Eine Frau war verletzt worden. Nach Auskunft der Saarlouiser Polizei war sie gestürzt. „Ein Unbekannter warf am Samstagabend ein Gefäß mit der Flüssigkeit in den Eingangsbereich“, sagte ein Sprecher der Polizei. Spezialkräfte der Feuerwehr rückten an und entsorgten die übelriechende Flüssigkeit. Sanitäter kümmerten sich um die verletzte Frau. Von dem Täter fehlte zunächst jede Spur.

Nach der Säure-Attacke auf die Bar in der Hülzweiler Straße in Fraulautern setzte die Rettungsleitstelle zahlreiche Einsatzkräfte, darunter den ABC-Zug des Landkreises Saarlouis sowie Notarzt und Rettungsdienst in Marsch. Unter den Säuredämpfen litten zehn Personen. Im Kontaminationszelt der Feuerwehr wurden sie abgeduscht, bevor sie vom DRK-Rettungsdienst zur weiteren medizinischen Betreuung übernommen wurden. Für den mehrstündigen Einsatz von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei musste die Hülzweiler Straße am Ortsrand von Fraulautern voll gesperrt werden. Die Polizei hat noch während des laufenden Feuerwehreinsatzes die Ermittlungen nach dem Verursacher übernommen.

Auch zu einem Homburger Bordell wurde die Polizei am Samstag gerufen. 30 Menschen lieferten sich dort am späten Samstagnachmittag eine Schlägerei, wie ein Sprecher der Polizei am Sonntag sagte.



Bei den jungen Männern im Alter zwischen 20 und 30 Jahren handelte es sich nach Angaben der Polizei um Kunden und Betreiber des Bordells. Bei dem Kampf wurden fünf Menschen mit Neonröhren und Eisenstangen vorrangig im Gesicht verletzt.