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Lkw sollen nicht durch Kirrberg

Kirrberg. Um Druck aus der hitzigen Diskussion um die geplante Erweiterung der Deponie Mörsbach zu nehmen, gehen die Betreiber auf die Kritiker zu. Der Ortsrat Kirrberg soll nun über alle Schritte unterrichtet werden. Bernhard Reichhart

Der Naturschutzbund Homburg äußert Zweifel an der sachlichen Richtigkeit des dem Antrag beigefügten Emissionsgutachtens, das die Einwirkungen auf die Umwelt und damit auch auf Natur und Landschaft bewertet. So sei zum Beispiel die Hauptwindrichtung von der Deponie durch fehlende Messstellen in östlicher Richtung nicht berücksichtigt worden, schreibt Nabu-Vorsitzender Winfried Anslinger in einer Stellungnahme. Das Gutachten besteht im Wesentlichen aus Berechnungen, nicht aus Messungen. Anwohner berichteten über massive Staubemissionen, zum Beispiel bei der Siebung von Schlackeabfällen aus der Müllverbrennungsanlage Pirmasens durch Subunternehmen des UBZ.

"Aufgrund dieser Beobachtungen bestehen erhebliche Zweifel daran, dass die angelieferten Abfallarten sachgerecht behandelt und entsorgt werden. Daher fordern wir kurzfristige aktuelle Staubemissionsmessungen, um dann die im Antrag getroffenen Aussagen beurteilen zu können." Außerdem vermisst der Nabu im vorliegenden Antrag ein belastbares Notfallkonzept für die bestehende und die künftige Deponie. Die Einwirkung gefährlicher Stoffe auf Natur und Umwelt im Bereich Kirrberg lasse sich daher nicht abschätzen, so Anslinger weiter.