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Lieblingsbuch
Lindgren: Ronja Räubertochter

FOTO: Robby Lorenz / SZ
Eigentlich hatte „Ronja Räubertochter“ nur einen Fehler: Auch die Geschichte um das furchtlose  Räubermädchen ging irgendwann zu Ende. Weil ich dies möglichst lange hinauszögern wollte, las ich das Kapitel, nach dem ich das Buch aus der Hand gelegt hatte, einfach nochmal. Von Ulrike Stumm

Was so fesselnd war? Ronja und Birk, Tochter und Sohn der verfeindeten Räuberbanden-Chefs, die ihre Freundschaft verteidigen und dabei immer erwachsener werden. Die magischen Geschöpfe. Die fremde Welt, in der es doch Bekanntes zu entdecken gab. Es war wohl die Mischung, die Fantasie, die so typisch ist für die Bücher von Astrid Lindgren. Und ihre Ehrlichkeit, der zarte Ton für die schwierigen Momente, auf die Kinder auf dem Weg in ein selbstständiges Leben treffen. Denn neben Freundschaft und Liebe geht es auch um Tod und Gewalt. Das macht den Roman so zeitlos.