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KEB Saaprfalz lädt ein
Kulturwanderung und ein Spaziergang ins Bitscher Land

Homburg/Schwarzenacker. Unter dem Motto „Auf den Spuren von Günter Maas in Homburg“ lädt die Katholische Erwachsenenbildung Saarpfalz (KEB) für Donnerstag, 19. September, von 17.30 bis 19 Uhr zu einer Kulturwanderung mit Kunsthistorikerin Jutta Schwan ein. Von red

2010 verstarb in Köln der Künstler Günter Maas, wo er seit 1961 lebte. Zuvor hatte er viele Jahre in Saarbrücken verbracht und wurde Mitglied im saarländischen Künstlerbund. Hier nahm er erste künstlerische Aufträge an und arbeitete als Bildhauer und Glasmaler. Sein Durchbruch als freischaffender Künstler kam 1953, als er den Wettbewerb für die Gestaltung des Homburger Marktbrunnens gewann. Seine größten Erfolge hatte er in den 1960er Jahren mit Ausstellungen in Berlin, Spanien, Frankreich und den USA. Etliche seiner Werke sind bis heute im Saarland zu finden. Zu entdecken gilt es neben dem Homburger Marktbrunnen auch seinen heute in der Kreisverwaltung aufbewahrten Glasfensterzyklus.

Treffpunkt ist um 17.30 Uhr am Haupteingang der Kreisverwaltung (Am Forum) in Homburg. Es entsteht ein Kostenbeitrag von fünf Euro. Anmeldung erbeten bei der KEB, Tel. (0 68 94) 9 63 05 16 oder Mail: kebsaarpfalz@aol.com.

Unter dem Motto „Ein Spaziergang durch das Bitscher Land – bunte Wegekreuze, bizarre Felsen, beschaulicher Dörfer“ laden (KEB) und die katholischen Frauen für Mittwoch, 18. September, 19 Uhr, zu einem Vortrag mit Bildern ins Pfarrheim (Marienstraße 4a) nach Schwarzenacker ein. Referent ist Martin Baus vom Amt für Kultur- und Heimatpflege des Saarpfalz-Kreises.



Obwohl unmittelbarer Nachbar der Saarpfalz, ist das Bitscher Land mit seinen 57 Ortschaften vielen weitgehend unbekannt. Die abwechslungsreiche Region im Osten des lothringischen Departments Moselle birgt gleichwohl viele Geheimnisse und Sehenswürdigkeiten. Die einst heftig umkämpfte Zitadelle auf dem Felsen über der Stadt Bitsch mit ihren Katakomben und ihrer Weitsicht ist, ergänzt durch den „Garten des Friedens“, eine davon. Malerische Ruinen alter Burgen, weitläufige Wälder mit idyllischen Weihern und Buntsandsteinfelsen prägen den einen Teil der Region, während westlich davon Felder, Wiesen und Obstbäume vorherrschen. Hier ist die tiefe Volksfrömmigkeit schwerlich zu übersehen: Kapellen, Mariengrotten und die oft bunt bemalten Wegekreuze legen darüber Zeugnis ab, heißt es.