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Ortsrat Wörschweiler
Künftig kurze Wege für die Feuerwehr

Mit einer räumlichen Umgestaltung und Verlagerung sollen die Funktionsräume der Freiwilligen Feuerwehr in den hinteren Bereich des alten Bürgermeisteramtes und damit in unmittelbare Nähe zur Fahrzeughalle verlegt werden. Darüber wurde auch im Ortsrat Wörschweiler gesprochen.
Mit einer räumlichen Umgestaltung und Verlagerung sollen die Funktionsräume der Freiwilligen Feuerwehr in den hinteren Bereich des alten Bürgermeisteramtes und damit in unmittelbare Nähe zur Fahrzeughalle verlegt werden. Darüber wurde auch im Ortsrat Wörschweiler gesprochen. FOTO: Thorsten Wolf
Wörschweiler. Der Ortsrat Wörschweiler sprach sich für eine Umgestaltung des ehemaligen Bürgermeisteramts zugunsten der Wehr aus. Von Thorsten Wolf

Geht es nach den Wünschen des Ortsrats und des Löschbezirks Wörschweiler, dann soll sich in Zukunft für die Freiwillige Feuerwehr im Ort baulich einiges zum Besseren wenden. Anlässlich der Ortsratssitzung am vergangenen Montagabend stellte Uwe Neumann, der stellvertretende Löschbezirksführer, Pläne vor, die eine Umgestaltung und Neuverteilung der Räume im alten Bürgermeisteramt vorsehen. Zum Hintergrund: Dort hat der Löschbezirk seine Funktionsräume, sprich Umkleiden, Sanitärbereich und auch einen von der Stadt aufgearbeiteten Schulungsraum. Das Problem: Gerade Umkleiden und Sanitärbereich liegen im vorderen Bereich des Gebäudes, die Fahrzeughalle allerdings hinter dem Bau. Im Einsatzfall bedeutet das unnötige Wege. Und nicht nur das. Uwe Neumann: „Die Umkleide entspricht leider nicht den gültigen Vorschriften der Gemeindeunfallversicherung.“ So sei die aktuelle Lage aufgrund der beengten Platzverhältnisse sehr unfallträchtig, „das ist auch seit Jahren bekannt“. Auch sei die Haupttreppe des Gebäudes gerade im Winter ein Gefahrenpunkt, zudem entspreche der Zugang nicht den Vorschriften.

„Deswegen haben wir uns überlegt, das Ganze umzugestalten.“ So soll eine obere Etage über dem Feuerwehr-Schulungsraum in Zukunft von der Feuerwehr genutzt werden können, nach einer entsprechenden Umgestaltung. Dort soll eine entsprechend groß dimensionierte Umkleide und ein Sanitärbereich entstehen, dann auch mit Geschlechter-Trennung. Das Treppenhaus im hinteren Bereich des alten Bürgermeisteramtes reiche zudem für den Feuerwehrbetrieb aus, lediglich die Stufen müssten überarbeitet werden. Kommen diese Änderungen, dann hätte die Feuerwehr auf der Rückseite des Gebäudes einen eigenen Ein- und Ausgang zu den dann dort konzentrierten Funktionsräumen – und das in unmittelbarer Nähe zur Fahrzeughalle.

Auch für die aktuell leerstehende Wohnung im ersten Obergeschoss hatte Neumann Pläne, so könnten dort das Ortsarchiv und die Malgruppe ihre Heimat finden. In der Summe sei dies eine Aufwertung für das alte Bürgermeisteramt und damit auch für Wörschweilers Ortsmitte, so Neumann. Ortsvorsteher Reinhold Nesselberger (SPD) ging noch ein bisschen weiter. So könne eben das Ortsarchiv in die dann leerstehende, alte Umkleide der Feuerwehr einziehen. Damit würden der Feuerwehr bei Bedarf im Bereich der leerstehenden Wohnung noch mehr Platz zur Verfügung stehen.



Aus dem Kreis der Ortsratsmitglieder wurde am Montag auch die Hoffnung deutlich, dass der angedachte Umbau in der Verantwortung der Stadt auch ein Zeichen dafür sei, dass sich die Homburger Verwaltung zum alten Wörschweiler Bürgermeisteramt bekenne und sich für seinen Erhalt einsetze. „Wenn die Stadt hier Geld investiert, so bedeutet das auch, dass man das Gebäude halten will“, so Ortsratsmitglied Ralf Meisel. „Wenn man aufs Dach hochschaut, dann erkennt man, dass das eine Erneuerung ,ertragen’ könnte. Wenn nun ein solcher Umgestaltungsplan umgesetzt wird, dann ist es die logische Folge, dass man auch das Dach erneuern muss. Dass ist dann auch ein Stück langfristiger Perspektive“, so Meisel.

Was am Montag nicht genannt wurde, das waren die zu erwartenden Kosten und ein Zeitplan für die Umbaupläne. Reinhold Nesselberger plädierte vor diesem Hintergrund, in kleinen Schritten die Bestandssicherung des alten Wörschweiler Bürgermeisteramtes – Stichworte Heizung und eben neues Dach – in Angriff zu nehmen, auch um die Stadt nicht mit Wünschen zu überfordern. Für die aktuell anstehenden Pläne einer Umgestaltung zu Gunsten der Feuerwehr gab es im Ortsrat Wörschweiler durchgehend Zustimmung.