| 22:49 Uhr

Wer anderweitig feiert, muss WM-Termine im Blick haben
König Fußball besser umarmen

FOTO: SZ / Robby Lorenz
Jetzt bleiben wirklich nur noch ein paar Tage, dann startet das Sommer-Großereignis: die Fußball-Weltmeisterschaft. Von Ulrike Stumm

Egal, ob man sich nun darauf freut oder ob man eher zu den Skeptikern zählt. Man muss die WM-Termine bis zum Finale im Blick haben. Es ist ja nicht so, dass die ein gut gehütetes Geheimnis wären. Denn es gilt eine einfache Regel: Wenn Deutschland spielt, haben andere Veranstaltungen keine große Chance. Ob es einem nun passt oder nicht. Wer hier versucht gegenzusteuern, der lockt allenfalls ein paar Fußball-Verweigerer, und deren Zahl sinkt regelmäßig, je weiter es Jogis Jungs schaffen. Wer also beim Auftaktspiel der deutschen Mannschaft am 17. Juni oder bei einem anderen ihrer Auftritte Großes plant, der sollte die in Sachen Zulauf ohnehin unschlagbare WM-Konkurrenz nicht bekämpfen, sondern umarmen. Wer keinen Weg findet, ob er nun zeitlich ausweicht oder Kombinationsmöglichkeiten anbietet, der wird mit überschaubarem Zuspruch rechnen müssen oder Gästen, die aufs Smartphone starren. Das ist schade, denn es enttäuscht diejenigen, die liebevoll geplant, sich monatelang vorbereitet haben. Gegen König Fußball zu wettern, bringt nur weiteren Frust. Es sind also Ideen gefragt: Es muss ja nicht gleich die Hochzeitstorte in Fußballform sein.