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Kleine Schritte bei den Veränderungen am Marktplatz

 Auf Homburgs historischem Marktplatz wird man auch weiterhin parken können. Foto: Stumm/pm
Auf Homburgs historischem Marktplatz wird man auch weiterhin parken können. Foto: Stumm/pm FOTO: Stumm/pm
Homburg. Gearbeitet wird auf Homburgs historischem Marktplatz bereits sichtbar, andere geplante Veränderungen sind noch in der Planung. Klar ist aber: Der Marktplatz bekommt schon allein durch das neue Restaurant im Haus Fleck eine andere Optik. Die Außenterrasse soll so breit sein wie die Markise reicht. Die Parkplätze werden wohl auf absehbare Zeit erhalten bleiben. Ulrike Stumm

Jazzfrühschoppen, Maifest, Wochenmarkt: Homburgs historischer Marktplatz ist immer wieder Anziehungspunkt und gehört dann den Passanten. An den meisten anderen Tagen stehen hier aber Autos. Und das sorgte schon immer mal wieder für Diskussionen, die dann von einigen Seiten in die Forderung mündeten, die Parkplätze hier abzuschaffen.

Nun wird am Marktplatz seit einiger Zeit gearbeitet, zum einen waren die Stadtwerke zugange, die Hausanschlüsse und Leitungen verlegten, zum anderen wird das abgerundete Eckgebäude, vielen als Haus Fleck ein Begriff, renoviert. Hier soll bekanntlich bald ein Restaurant mit italienischer Küche aufmachen (wir berichteten). Und vorsichtig ist aus dem Rathaus immer wieder von einer möglichen Umgestaltung des Marktplatzes zu hören. Parken wird man aber auf absehbare Zeit hier weiter können. Es sei, sagt Stadt-Pressesprecher Jürgen Kruthoff, ein langer Weg, damit man dort reduzieren beziehungsweise teilweise einschränken könne. Einige Parkplätze werde man mit Sicherheit erhalten müssen, vielleicht könne die Fläche "neu arrondiert" werden.

Ganz wegfallen würden die Parkplätze auch wegen des Widerstands und der Ansprüche der Geschäftsleute nicht, fügte er hinzu. "Wenn wir dauerhaft eine Alternative entwickeln können, könnte das eventuell auch anders aussehen", sagte Kruthoff und verwies in diesem Zusammenhang auf Parkplätze in der Gerberstraße. "Wenn wir das hinbekommen", sei das so eine Alternative. Dann "könnten wir in Jahren auch eine andere Haltung hinbekommen". Auf Sicht scheint also ein autofreier Marktplatz nicht realistisch. An der einen oder anderen Stelle wird sich aber doch etwas tun - auch durch das neue Restaurant, dessen Betrieb sich nicht nur innen abspielen wird, draußen wird es ebenfalls Sitzmöglichkeiten geben. Stadtratsmitglieder und Teile der Homburger Verwaltung hatten sich Anfang April ein Bild gemacht von dem, was dort läuft.

Geplant sei, berichtete Kruthoff, eine feste Terrasse rund um das Gebäude. Diese solle so breit sein wie die ausgefahrene Markise reiche. Die Veränderung bei der Gestaltung des Grünmarktes sei "völlig unproblematisch". Es müssten wegen Ab- und Zusagen von Händlern ohnehin immer wieder Plätze zugewiesen werden. Wenn man verschieben müsse, sei das kein Problem. Zumal die Zahl der Händler auf dem Markt eher weniger werde. Auch in anderen Bereichen des Marktes, etwa am Beginn der Eisenbahnstraße, gebe es immer mal wieder Veränderungen.

Zum Marktplatz gehört auch die Musik, am 30. Mai starten wieder die Jazzfrühschoppen, am Wochenende ist Maifest. Die Bühne vor dem ehemaligen Stadtcafé, jetzt Bistro 1680, wird etwas aufgehübscht. Es seien Verbesserungen besonders bei der Dachkonstruktion geplant, so Kruthoff. Der Standort soll bleiben. Für die Festa Italiana, die in diesem Jahr auf dem Marktplatz gefeiert werden soll, werde an anderer Stelle eine größere Bühne aufgebaut, auf der etwa das Klassik-Open-Air präsentiert wird.

An einem markanten Wahrzeichen des Platzes wird noch etwas passieren müssen: Der Marktbrunnen ist sanierungsbedürftig. Das ist kein Geheimnis. Schon 2013 wies Markus Emser (CDU ), Ortsvertrauensmann für Homburg-Ost, darauf hin, dass der Stein zum Teil gerissen sei. Die Stadt steht da also wohl vor einer größeren Sanierung.