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Kino-Parkplatz wird geschlossen

 Parken ist demnächst am Eden-Kino verboten. Foto: Stumm/SZ-Redaktion
Parken ist demnächst am Eden-Kino verboten. Foto: Stumm/SZ-Redaktion FOTO: Stumm/SZ-Redaktion
Homburg. Ab Montag können Autos auf der Fläche nicht mehr abgestellt werden. Ulrike Stumm

Autofahrer, die ihren Pkw am Freitag auf dem Parkplatz am Eden-Kino abgestellt haben, werden dies schon bald nicht mehr tun können - und dies voraussichtlich dauerhaft. Auf Schildern, einer Schranke und Zetteln hinter den Scheibenwischern wies die Stadt darauf hin, dass die Fläche ab Montag, 1. Mai, nicht mehr als öffentlicher Parkplatz zur Verfügung steht. Den Grund dafür, erläuterte die Stadt: Das Grundstück, auf dem der Parkplatz am Zweibrücker Tor liege, gehöre einer Eigentümergemeinschaft. 50 Prozent befinden sich in privater Hand, einer Erbengemeinschaft, die andere Hälfte gehört der städtischen Homburger Parkhaus- und Stadtbus-Gesellschaft (HPS). Beide Anteilseigner können nur mit Einwilligung des anderen handeln. Bislang habe der private Eigentümer mit Zustimmung der HPS die Fläche als Parkplatz an die Stadt vermietet. Allerdings habe dieser ab Mai eine Mieterhöhung verlangt, eine "drastische", unterstrich Homburgs Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind.

Dieser Punkt stand zur Abstimmung bei Stadtratssitzung am Donnerstagabend. Der Rat habe der Erhöhung nicht zugestimmt.

Schneidewind bedauert, "dass künftig etwa 90 Parkplätze wegfallen". Gerade die Besucher des gegenüberliegenden Ärztehauses müssten "nun längere Wege in Kauf nehmen. Ich kann aber auch den Rat verstehen, dass er in diesem Fall gegen die genannten Bedingungen entschieden hat".



Ärger um den Parkplatz, der gut genutzt wird, hatte es bereits im Juli 2012 gegeben. Wegen der Auseinandesetzung mit der Erbengemeinschaft war er auch damals nicht mehr als Parkplatz nutzbar. Die Stadt hatte die Fläche bis zu dem Zeitpunkt gepachtet, den Vertrag dann aber gekündigt, wollte das gesamte Gelände kaufen. 50 Prozent konnte sie über die HPS erwerben. Bei der anderen Hälfte gab es unter anderem Uneinigkeit über die Höhe des Kaufpreises.

Bis man sich dann auf eine Mietzahlung einigte, dauerte es gut zwei Jahre. Erst im Dezember 2014 konnten hier wieder Autos abgestellt werden.