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Kinderherzchirurgie öffnet in neuen Räumen im nächsten Jahr

Homburg. Anfang des kommenden Jahres, spätestens im März, soll die Kinderherzchirurgie am Uniklinikum in Homburg wieder ihren Betrieb aufnehmen. Das versicherte der Ärztliche Direktor, Professor Bernhard Schick. Christine Maack

Das derzeitige Konzept sieht vor, die Kinderherzchirurgie in den Räumlichkeiten der Kinderklinik aufzunehmen. Was die bauliche Verzögerung verursacht, ist das Herzkatheterlabor, das nicht weiter als 200 Meter vom OP entfernt sein darf und erst errichtet werden muss. Dafür ist ein Anbau an den OP-Raum der Gynäkologie geplant, so Schick weiter. Durch die finanzielle Unterstützung der Landesregierung für die Integration dieses Herzkatheterlabor-Untersuchungsplatzes können dann wieder herzkranke Kinder auf höchstem Niveau an einem Standort mit kurzen Wegen zeitnah versorgt werden. "Das ist wichtig, denn im Südwesten Deutschlands, den unser Uniklinikum abdeckt, fehlt derzeit diese wichtige Einrichtung. Die nächste Anlaufstelle ist erst in St. Augustin bei Bonn", so Schick. Zum Hintergrund: Seit dem 1. Oktober 2015 werden am Uniklinikum keine herzchirurgischen Eingriffe an Kindern mehr durchgeführt, weil nach dem Weggang hochqualifizierten Personals die Doppelstruktur - einerseits Komplettbetreuung im OP-Bereich, andererseits noch einmal in der Kinderklinik - gemäß den geltenden Vorschriften nicht mehr aufrecht erhalten werden konnte. Nun wird die Kinderherzchirurgie komplett in der Frauen- und Kinderklinik angesiedelt. "Durch diesen Synergieeffekt kommen wir auch mit dem derzeitigen Personal aus", so Schick, "wir müssen nicht mehr alles doppelt vorhalten." Derzeit werden aber Nachfolger für die weggegangen Ärzte gesucht, "wir werden die Stellen wieder besetzen, aber wir haben durch die Konzentration auf nur einen Standort nicht den Druck, alles sofort regeln zu müssen."