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Kinderbuch
Kinderbücher können lustig und auch mal traurig sein

Auch Kinder von heute lesen noch gerne Andersens traurige Geschichte vom Mädchen mit den Schwefelhölzern. Lustiger ist da schon die Geschichte von der Prinzessin auf der Erbse. 
Auch Kinder von heute lesen noch gerne Andersens traurige Geschichte vom Mädchen mit den Schwefelhölzern. Lustiger ist da schon die Geschichte von der Prinzessin auf der Erbse.  FOTO: visit denmark
Homburg. (maa) Kinderbuchklassiker? Da hat jeder von uns seine eigenen Erinnerungen. Zum Beispiel an die verregneten Nachmittage mit einem Buch auf der Couch, in das man eigentlich nur „mal kurz reingucken“ wollte, in dem man sich aber festliest und dann geflissentlich überhört, wenn man gerufen wird.

Wie man als Kind liest, so wird man auch als Erwachsener weiterlesen: der Welt entrückt, irgendwo in Bullerbü oder Saltkrokan, im tiefen Wald bei den Feen und Zauberern - aber ganz bestimmt nicht im Hier und Jetzt. Lesen heißt auch: Lasst mich in Ruhe, ich bin jetzt mal weg. Das ist die Faszination, die schon Kinder spüren. Mit ihrem Kinderbuch leben sie in ihrer eigenen Welt, zu der sie ganz alleine Zugang haben. Da kommt kein Computerspiel mit.

Natürlich überlegen Eltern: Welches Buch ist gut, welches ist lehrreich? In erster Linie sollen Kinderbücher aber Spaß machen, lustig, traurig und spannend sein und der Fantasie keine Grenzen setzen. Kinderbücher sollten keine Angst machen und auch nicht allzu deutlich belehren. Warum aus skandinavischen Ländern so viel schöne Kinderliteratur kommt, ist eine gute Frage, auf die es keine Antwort gibt. Man sollte sie einfach lesen.