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Die Stadt und die Ratten
Kanalratten sind digital vernetzt

FOTO: SZ / Robby Lorenz
Auch in Homburg beginnt die Digitalisierung 4.0. Zwar  in bescheidenem Maße, aber auch eine Verwaltung muss irgendwann damit anfangen. Wie im Labor, sind auch in der Stadt zuerst die Ratten dran. Mit Hilfe der Computermaus soll es gelingen, Homburger Kanalratten möglichst effizient zu erledigen. Von Christine Maack

Da Ratten zwar selbst noch nicht digitalisiert sind, aber trotzdem über eine beachtliche Intelligenz verfügen, rühren sie beispielsweise keine Nahrungsbrocken mehr an, an denen ihre Artgenossen bereits zugrunde gegangen sind.  Das ist ein noch nicht digitalisierter Selbsterhaltungstrieb, der aber von den Menschen digital ausgenutzt werden kann, die Ratten dennoch zu duftenden Häppchen zu leiten, ohne im Kanal einen Umweg über tote Artgenossen zu nehmen. Wenn man mit den Versuchs-Ratten die Digitalisierung 4.0 geschafft hat, kann man sich andere Projekte vornehmen, zum Beispiel die Offensive „Knöllchen 4.0.“ Eine Drohne erfasst alle falsch geparkten Autos im Stadtbild und wirft Strafzettel in Form von Häppchen ab.  Wer sie isst, ist selbst schuld, zumal der Selbsterhaltungstrieb 4.0 versagt hat.