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In der Saarbrücker Straße
Neuer Schuhmarkt soll bis Sommer öffnen

 In der Saarbrücker Straße 108 neben dem Action-Markt ist jetzt ein Schuh-Center geplant.
In der Saarbrücker Straße 108 neben dem Action-Markt ist jetzt ein Schuh-Center geplant. FOTO: Eric Kolling
Homburg. So wie es jetzt aussieht, wird es an der Saarbrücker Straße 108 neben dem Action-Markt nun doch ein großes neues Schuhgeschäft geben. Es soll, so bestätigte jetzt das Investor-Unternehmen, Siemes Schuhcenter aus Mönchengladbach, im Frühjahr oder Sommer kommenden Jahres eröffnet werden. Von Ulrike Stumm

Eine Genehmigung sei inzwischen erteilt worden, so die Stadt.

Der Bau- und Umweltausschuss hatte die Ansiedlung eigentlich im Oktober abgelehnt, obwohl im Grunde Konsens darüber bestanden habe, dass durchaus Bedarf an einem Schuhmarkt bestehe, aber die Stelle an der Peripherie der Stadt nicht in Frage komme. Vielmehr sei geäußert worden, dass Schuhe zum Innenstadt relevanten Sortiment gehörten und daher nur der Kern der Innenstadt für ein Schuhgeschäft in Betracht käme (wir berichteten).

Doch warum jetzt die Kehrtwende? Kurzfristig war das Thema auch in der jüngsten Sitzung des Homburger Stadtrates behandelt worden. Dort stieß das gesamte Vorhaben ebenfalls auf wenig Begeisterung. Es habe, so bestätigt es die Stadt-Pressestelle, keine Abstimmung gegeben, die Entscheidung der Stadtverwaltung Homburg sei vielmehr zur Kenntnis genommen worden. Diese besagte: Die Untere Bauaufsichtsbehörde (UBA) musste die Bauge­nehmigung erteilen, da dem Vorhaben keine öffentlich-rechtlichen Vorschriften entgegenstünden.



Bürgermeister Michael Forster hatte vor der Sitzung kurz erläutert, um was es hier geht. Der Investor habe ein Rechtsgutachten vorgelegt, das besage, dass Schuhe an dieser Stelle zulässig seien. Die UBA könne diese Rechtsauffassung nicht widerlegen. Zunächst war an der Stelle ein Elektrofachmarkt für so genannte weiße Ware, also große Haushaltsgeräte wie beispielsweise Kühlschränke, Waschmaschinen, Geschirrspüler geplant gewesen. Das war, so Forster, auch vom Stadtrat befürwortet worden.

Die UBA präzisierte zum geplanten Schuh-Center: „Schädliche Auswirkungen auf die zentralen Versorgungsbereiche der Kreisstadt Homburg sind durch ein entsprechendes Fachgutachten nicht zu erwarten.“ Auch sei die Untere Bauaufsichtsbehörde berechtigt gewesen, das versagte Einvernehmen zu ersetzen, da nach Prüfung der eingereichten Unterlagen „dem Vorhaben nach Maßgabe des Gesetzes nichts entgegensteht. Es lag eine entsprechende Nutzungsänderung von dem ursprünglich genehmigten Elektromarkt mit dem Schwerpunkt ,weiße Ware’ zu einem Schuhmarkt vor.“

Ein Thema, das in diesem Zusammenhang ebenfalls aufs Tapet kommt, ist die Zufahrt. Die Planung sehe sowohl eine Ein- und Ausfahrt in der Saarbrücker Straße als auch in der Beeder Straße vor, das heißt aus beiden Straßen kann man aufs Gelände und auch wieder hinaus, erläuterte die Stadt. Allerdings: In die Saarbrücker Straße darf man nur nach rechts, also stadteinwärts ausfahren. Aufgrund der bestehenden Fahrstreifeneinteilung in Höhe der beiden Parkplatzzufahrten an der Saarbrücker Straße sei vom Parkplatz aus das Linkseinbiegen in Richtung Limbach beziehungweise das Linksabbiegen aus der Stadtmitte auf den Parkplatz verkehrsrechtlich nicht erlaubt.

Die Handlungsempfehlungen der Verkehrsuntersuchung sollen in die Straßenplanung eingearbeitet und dem Landesbetrieb für Straßenbau zur Prüfung und Genehmigung vorgelegt werden. Über den konkreten Stand der Dinge könne keine Auskunft gegeben werden.