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Theater im Saalbau
Von Krimi-Klassiker bis Kinderstück

Mal etwas anderes ist im Februar bei den Theatergastspielen im Homburger Saalbau zu sehen: „Moving Shadows“ heißt das besondere Schattenspiel, das auf dem Programm steht.
Mal etwas anderes ist im Februar bei den Theatergastspielen im Homburger Saalbau zu sehen: „Moving Shadows“ heißt das besondere Schattenspiel, das auf dem Programm steht. FOTO: Manni Linke
Homburg. Die Homburger Theater­gastspiele bieten eine Mischung aus ernsten Stücken, Komödien und klassischem Schauspiel. Heute und zum Finale im Mai kommen im Saalbau Kinderstücke auf die Bühne. Von Ulrike Stumm

Die Theatergastspielsaison im Homburger Saalbau hat begonnen und noch viel zu bieten: Nach der Feuerzangebowle und Friedrichs Schillers frühem Drama „Die Räuber“ steht nun erst einmal Kindertheater auf dem Plan. Diesen Donnerstag, 25. Oktober, geht es mit Tiger, Bär und vielen anderen auf eine abenteuerliche Reise. „Oh wie schön ist Panama“ nach den Erzählungen von Janosch und in der Bühnenversion von Marianne Terplan wird heute gleich zweimal zu sehen sein: um 10 und um 15 Uhr. Es bietet sich ein friedliches Bild. Der kleine Tiger und der kleine Bär leben glücklich gemeinsam in ihrem Häuschen. Der Bär angelt Fische, der Tiger findet Pilze, schält Kartoffeln und abends wird gekocht. Eines Tages allerdings fischt der Bär eine Kiste mit der Aufschrift „Panama“ aus dem Wasser und diese Kiste duftet von oben bis unten nach Bananen. Beide bekommen eine große Sehnsucht nach Panama, dem Land ihrer Träume. Am nächsten Tag packen sie zusammen, bauen einen Wegweiser und beginnen eine abenteuerliche Reise. Sie lernen unterwegs viele Tiere kennen, doch wie man nach Panama kommt, weiß keines genau. Nach zahlreichen Abenteuern finden die beiden einen wunderbaren Ort, wo es ihnen am allerbesten gefällt – dort gibt es ein Häuschen und ein Schild, auf dem steht „Panama“. Geeignet ist das Stück für Kinder ab vier Jahren, auf die Bühne gebracht wird es vom Theater Poetenpack. Karten kosten für Erwachsene acht, für Kinder vier Euro (siehe auch Infokasten).

Am 15. November wird es spannend, wenn das Berliner Kriminaltheater einen Klassiker von Agatha Christie serviert: „Ein Mord wird angekündigt“. Ermitteln darf darin die schrullige und scharfsinnige Miss Marple.

Noch vor Weihnachten gibt es ein weiteres Theatergastspiel: Die Konzertdirektion Landgraf präsentiert auf der Homburger Saalbau-Bühne Arthur Millers „Tod eines Handlungsreisenden“, angekündigt in der Titelrolle des Willy Loman ist der aus dem Fernsehen bekannte Schauspieler Helmut Zierl. Loman wird in Millers Stück nach seinem Jahrzehnte langen Berufsleben als „nicht mehr verwendungsfähig“ entlassen. Seiner Familie ist der verschuldete Handlungsreisende längst entfremdet. Er sieht am Ende nur noch einen Ausweg.



Das neue Jahr beginnt am 17. Januar mit der badischen Landesbühne, die das Stück „Misery“ nach Stephen King in einer Inszenierung von Carsten Ramm mitbringt: Der Schriftsteller Paul Sheldon wurde mit den Frauenromanen seiner Misery-Serie zwar weltberühmt, verabscheut sie insgeheim aber.Sein „größter Fan“, die ehemalige Krankenschwester Annie Wilkes, rettet ihn nach einem schweren Autounfall und bringt ihn auf ihre abgelegene Farm. Zwar pflegt sie den durch seinen Unfall ans Bett gefesselten Sheldon, entpuppt sich aber als Psychopathin: Sie hält ihn bei sich gefangen, verbietet ihm jeglichen Kontakt zur Außenwelt und verlangt, dass er einen weiteren Roman über ihre Heldin Misery schreibt. Sheldon fügt sich ihrer Willkürherrschaft – zunächst jedenfalls. In dem Stück zeigt sich die spezielle Gabe des Autors Stephen King: Er geht mit den Figuren seiner Romane menschlichen Urängsten auf den Grund und schafft damit eine Kombination von atemloser Spannung und schwarzem Humor.

Am 14. Februar schließlich regieren die Schatten im Saalbau, im wahrsten Wortsinn. „Moving Shadows“ heißt das Schattentheater, eine Show unter der Regie von Harald Fuß. Diese entführt in eine fantastische Welt. Die Körper der acht Darsteller verschmelzen artistisch und werden zu Dingen, Pflanzen, Tieren und wieder zu Menschen. Untermalt wird dies alles von Musik.

Am 28. März gehört die Saalbau-Bühne dem Agon-Theater und dem Stück „Das Boot“, vor allem durch den Filmklassiker ein Begriff. Im April präsentiert das Berliner Kriminaltheater „Die zwölf Geschworenen“, ein Kriminalstück von Reginald Rose

Mit einem Kinderstück endet am 7. Mai die Theatersaison 2018/19: Astrid Lindgrens Pippi Langstrumpf fasziniert Mädchen und Jungen bereits seit vielen Jahren, weil sie macht, was sie möchte, stark, reich und unangepasst ist. Das Wittener Kinder- und Jugendtheater bringt die Geschichte „Pippi feiert Geburtstag“ mit nach Homburg.

Eine Szene aus dem Stück „Misery“ mit René Laier und Evelyn Nagel. Die Badischen Landesbühne spielt es am 17. Januar im Saalbau.
Eine Szene aus dem Stück „Misery“ mit René Laier und Evelyn Nagel. Die Badischen Landesbühne spielt es am 17. Januar im Saalbau. FOTO: Sonja Ramm
Die Autorin Agatha Christie soll publikumsscheu gewesen sein. Ihre Krimi-Klassiker kommen bis heute bei vielen Menschen an. In Homburg ist im November ihr „Ein Mord wird angekündigt zu sehen.
Die Autorin Agatha Christie soll publikumsscheu gewesen sein. Ihre Krimi-Klassiker kommen bis heute bei vielen Menschen an. In Homburg ist im November ihr „Ein Mord wird angekündigt zu sehen. FOTO: dpa
Der Schauspieler Helmut Zierl steht in Homburg im Dezember auf der Saalbau-Bühne.
Der Schauspieler Helmut Zierl steht in Homburg im Dezember auf der Saalbau-Bühne. FOTO: dpa / Britta Pedersen
Gleich heute, 25.Oktober, gibt es für Kinder „Oh wie schön ist Panama“ nach Janoschs Erzählung im Saalbau zu sehen.
Gleich heute, 25.Oktober, gibt es für Kinder „Oh wie schön ist Panama“ nach Janoschs Erzählung im Saalbau zu sehen. FOTO: Constanze Henning