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Zu viel Sperrmüll angeliefert
„Zunderbaum“ wird für Auswärtige gesperrt

 Weil Auswärtige riesige Mengen an Sperrmüll anliefern, hat der Homburger Wertstoffhof am Zunderbaum jetzt die Reißleine gezogen. Nur noch Einheimische dürfen hier ablagern.
Weil Auswärtige riesige Mengen an Sperrmüll anliefern, hat der Homburger Wertstoffhof am Zunderbaum jetzt die Reißleine gezogen. Nur noch Einheimische dürfen hier ablagern. FOTO: dpa / Harald Tittel
Homburg. Die Stadt Homburg beklagt, dass vor allem Neunkircher und auch Pfälzer im April riesige Mengen an Sperrmüll in der Kreisstadt abgeliefert haben. Mehrfach musste daher früher geschlossen werden. Von Eric Kolling

Aktuell gebe es bei der Homburger Verwaltung viele Anfragen von „zu Recht aufgebrachten Bürgern, die sich über lange Wartezeiten am Wertstoffzentrum Am Zunderbaum und sogar frühzeitige Schließungen an mehreren Samstagen im April beschweren“. Was ist da los? Bedingt durch die außerordentlich großen Mengen an Sperrmüll, die zurzeit im Wertstoffzentrum Zunderbaum abgegeben werden, stoße dieses logistisch an seine Kapazitätsgrenzen, erklärt die Stadtpressestelle. Die Annahme von bis zu sechs Containern mit je 40 Kubikmetern an Samstagen sei derzeit die Regel. Nun stelle sich die Frage, wo der viele Sperrmüll plötzlich herkomme.

Hierfür gibt es aus Sicht des Baubetriebshofs Homburg zwei Hauptgründe: Die größte Menge an Sperrmüll komme aktuell aus dem Landkreis Neunkirchen. Das dortige Wertstoffzentrum nehme aus Kostengründen nur Mengen bis zu zwei 40-Kubikmeter-Container an und schicke die Kunden dann an die benachbarten Wertstoffzentren. Von diesen würden augenscheinlich viele nach Homburg fahren. Trotz mehrerer Anfragen und Gespräche habe sich an der Situation bisher nichts geändert. Entsprechend habe die Verwaltung beschlossen, keinen Sperrmüll mehr von Bürgern aus dem Landkreis Neunkirchen anzunehmen, so die Homburger Pressestelle weiter.

Ein weiterer Grund scheine darin zu bestehen, dass derzeit größere Mengen Sperrmüll aus der Westpfalz mittels saarländischer Arbeitskollegen oder von Bekannten in das Wertstoffzentrum Homburg gebracht werden. Aus diesem Grund könne aktuell ab sofort Nichtsaarländern kein Zugang mehr zum Wertstoffzentrum Homburg gewährt werden.



Die Stadt Homburg hoffe, durch diese Maßnahmen die Sperrmüllmenge auf ein zu bewältigendes Niveau zu bringen und bitte um Verständnis für die frühzeitigen Schließungen in der Vergangenheit.