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Heute große Kundgebung vor Homburger Boschwerk

Homburg. Sie verstehen sich als Bosch Saarland und deswegen setzen die Betriebsräte der Bosch GmbH am Standort Homburg , von Bosch Rexroth und vom Bosch-Tochterunternehmen Bosch Emission Systems (BESG) in Neunkirchen gemeinsam ein Zeichen. Denn sie machen sich ernste Sorgen darüber, dass sich das Unternehmen aus ihrer Sicht aus der Region komplett zurückziehen könnte. Um das zu verhindern, rufen die Bosch-Betriebsräte zusammen mit der IG Metall heute, Mittwoch, 31. August, zu einem Aktionstag unter dem Motto "Bosch bleibt" auf. Ab 11.30 Uhr soll es vor dem Homburger Bosch-Werk 1 an der Bexbacher Straße eine große Kundgebung geben, zu der auch Kollegen aus anderen Städten erwartet werden. Die IG Metall rechnet mit über 2000 Teilnehmern. Sprechen werde unter anderem Saar-Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD ) und IG-Metall-Bezirkschef Jörg Köhlinger. Dabei hoffen Gewerkschaft und Betriebsräte zusätzlich auf Unterstützung aus der Bevölkerung. Denn: Wenn Bosch weniger werde, ganz aus der Region verschwinde, dann betreffe das nicht nur die Menschen, die dort arbeiten, sondern etwa auch Dienstleister. Darüber hinaus ginge Kaufkraft verloren. Ulrike Stumm

Sie verstehen sich als Bosch Saarland und deswegen setzen die Betriebsräte der Bosch GmbH am Standort Homburg , von Bosch Rexroth und vom Bosch-Tochterunternehmen Bosch Emission Systems (BESG) in Neunkirchen gemeinsam ein Zeichen. Denn sie machen sich ernste Sorgen darüber, dass sich das Unternehmen aus ihrer Sicht aus der Region komplett zurückziehen könnte. Um das zu verhindern, rufen die Bosch-Betriebsräte zusammen mit der IG Metall heute, Mittwoch, 31. August, zu einem Aktionstag unter dem Motto "Bosch bleibt" auf. Ab 11.30 Uhr soll es vor dem Homburger Bosch-Werk 1 an der Bexbacher Straße eine große Kundgebung geben, zu der auch Kollegen aus anderen Städten erwartet werden. Die IG Metall rechnet mit über 2000 Teilnehmern. Sprechen werde unter anderem Saar-Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD ) und IG-Metall-Bezirkschef Jörg Köhlinger. Dabei hoffen Gewerkschaft und Betriebsräte zusätzlich auf Unterstützung aus der Bevölkerung. Denn: Wenn Bosch weniger werde, ganz aus der Region verschwinde, dann betreffe das nicht nur die Menschen, die dort arbeiten, sondern etwa auch Dienstleister. Darüber hinaus ginge Kaufkraft verloren.

IG Metall und Betriebsräte sehen einen "schleichenden" Rückgang der Arbeitsplätze, denn: Bei Bosch habe es hier seit 2001 keine längerfristigen Neueinstellungen gegeben. Zugleich würden Stellen von Kollegen, die in Rente gehen, nicht mehr ersetzt - in 20 Jahren liege man da bei 3000 weniger, rechnete Oliver Simon, Betriebsratsvorsitzender der Bosch GmbH in Homburg , für die Region vor. Zugleich fehlten neue Produkte, die langfristig Perspektiven böten. Man habe das Gefühl, dass Bosch die Entscheidung getroffen habe, sich von der Region zu verabschieden, so Ralf Reinstädtler, erste Bevollmächtigte der IG Metall Homburg-Saarpfalz.