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Herzkrankheiten im Fokus

 Die wichtigste Botschaft des gestrigen Abends gab es auch zum mitnehmen: Wer bei Verdacht auf Herzinfarkt nicht unmittelbar den Notruf wählt, ganz gleich ober über die 112 oder die 19222 (Achtung: über das Handy mit Vorwahl 0681), der riskiert alles. Foto: Th. Wolf
Die wichtigste Botschaft des gestrigen Abends gab es auch zum mitnehmen: Wer bei Verdacht auf Herzinfarkt nicht unmittelbar den Notruf wählt, ganz gleich ober über die 112 oder die 19222 (Achtung: über das Handy mit Vorwahl 0681), der riskiert alles. Foto: Th. Wolf FOTO: Th. Wolf
Homburg. Über die Notwendigkeiten von Informationsveranstaltungen und moderne Heilungschancen rund um Herzinfarkt und Krankheiten der Herzkranzgefäße sprach unser Mitarbeiter mit Professor Michael Böhm, dem Direktor der Klinik für Innere Medizin III am UKS. Thorsten Wolf

Wenn Evelyne Schmitt etwas über Herzkrankheiten erzählt, dann weiß sie, wovon sie spricht. Vor 25 Jahren erhielt sie eine künstliche Herzklappe - heute ist sie ehrenamtliche Beauftragte der Deutschen Herzstiftung im Saarland. In dieser Funktion war sie gestern Abend auch erste Anlaufstelle für die Gäste der Veranstaltung "Herz in Gefahr - Koronare Herzkrankheiten und Herzinfarkt " im Homburger Forum als Teil der bundesweiten Herzwochen im November. Dabei gehe es natürlich darum, im Gespräch niemandem Angst zu machen. "Ich frage dann immer, wie es dem Betreffenden geht, hake auch durchaus nach. Und ich denke, dass dies das ist, was die Leute oft auch wolle, sie möchten über ihre Krankheit reden", erklärt Evalyne Schmitt.

Im Fokus des Abends stand der Herzinfarkt und Krankheiten der Herzkranzgefäße . Und damit stand neben der Deutschen Herzstiftung auch Professor Michael Böhm, Direktor der Klinik für Innere Medizin III (Kardiologie, Angiologie, Internistische Intensivmedizin) am Homburger Universitätsklinikum mit seinem Team im Mittelpunkt. Angekündigt auch: Professor Hans-Joachim Schäfers, der Direktor der Klinik für Thorax und Herz-Gefäß-Chirurgie als Spezialist für Herzoperationen. Böhm hatte an Dozenten und Themen aufgeboten, was ein so komplexes Thema den zahlreichen Gästen nahebringen kann: Dr. Stephan Schirmer erläuterte Grundsätzliches zu Erkrankungen der Herzkranz-Gefäße, Professor Ulrich Laufs widmete sich den "Langzeiterfolgen durch Lebensstiländerungen". Professor Christoph Maack beleuchtete die Behandlung mit Medikamenten, sein Kollege Dr. Bodo Cremers referierte über die Möglichkeiten, verschlossene Blut-Gefäße mit einer so genannten "Ballondilatation" oder mittels Stent, einer Gefäßstütze mit der selben Wirkung, zu öffnen und offen zu halten. Professor Hans Joachim Schäfers sollte dann über Bypass-Operationen berichten, während es Dr. Andreas Link vorbehalten war, Ratschläge für den Notfall zu geben. So stellte Böhm an den Beginn seiner Einleitung eine klare, knappe Botschaft: "Niemals zögern, Notruf wählen. Das Überleben steht und fällt damit!"