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Kultur- und Verkehrsverein Jägersburg
Nepal in der Gustavsburg

 Blick auf den Kali Gandaki Fluss im ehemaligen Königreich Mustang in Nepal. Anne und Klaus Hessenauer werden über ihre Erlebnisse berichten.
Blick auf den Kali Gandaki Fluss im ehemaligen Königreich Mustang in Nepal. Anne und Klaus Hessenauer werden über ihre Erlebnisse berichten. FOTO: Klaus Hessenauer
Jägersburg. Anne und Klaus Hessenauer berichten über Mustang – eine Reise ins einst verbotene Königreich Lo.

(red) Der Kultur- und Verkehrsverein Jägersburg lädt für Mittwoch, 12. September, 19 Uhr, zu einer ganz besonderen Bilderreise ein. Die Homburger Anne und Klaus Hessenauer zeigen ihre Multimedia-Show über das einst verbotene Königreich Lo im Norden Nepals an der Grenze zu Tibet.

Mustang, die Mehrzahl der Menschen denkt da zuerst an wilde Pferde oder schnelle Autos! Weit gefehlt, hinter dem ungewöhnlichen Namen verbirgt sich ein ehemaliges Königreich, jenseits des Himalayahauptkammes an der Grenze zu Tibet. Über eine Reise dorthin berichten Anne und Klaus Hessenauer.

„Land der namenlosen Berge“ lautet der Titel eines Buches von Herbert Tichy über seine einzigartige Reise als erster Europäer durch Westnepal. Der österreichische Geologe, Bergsteiger Asienkenner und Schriftsteller war 1953, nach Sven Hedin, einer der ersten Europäer, die nach Mustang kamen. Anne und Klaus Hessenauer, vielen Homburgern als Nepal-Experten bekannt, waren auf den Spuren Tichys unterwegs. Noch immer ist der Zugang begrenzt und man benötigt von der Regierung ein spezielles Permit.



„Wir sind das Kali-Gandaki-Tal, den Fluss der schwarzen Göttin Kali, stromaufwärts gewandert, vorbei an den Achttausendern Annapurna und Dhaulagiri und erreichten so das einst verbotene Königreich Mustang“, berichtet Klaus Hessenauer. Die Einheimischen nennen ihr Land Lo, die „Südliche Ebene“. Ethnisch und kulturell ist die Heimat der Lopas tibetisch buddhistisch geprägt. Landschaftlich verzaubert eine Hochgebirgswüste mit bizarren Fels- und Landschaftsformen den Besucher. Tiefe Canyons wechseln mit grünen Oasen. Blühende Buchweizenfelder setzen reizvolle Kontraste zu vielfarbigen Erosionslandschaften. 18 Tage waren Anne und Klaus Hessenauer zu Fuß, mit dem Rucksack in einer einzigartigen Welt unterwegs. Durch die tiefste Durchbruchschlucht der Welt und über mehr als 4000 Meter hohe Pässe führte ihr Weg hinauf nach Lo Manthang, nahe der Grenze zu Tibet. Die von Mauern umschlossene Hauptstadt, mystische Klöster der Sakya Schule, spirituelle Orte und Begegnungen mit liebenswürdigen Menschen hinterließen bleibende Eindrücke. Diese Reise und viele andere Erlebnisse, Anektoden und Erfahrungen in Nepal schildert Klaus Hessenauer auch in seinem Anfang des Jahres erschienen Buch „Unter Gebetsfahnen – Trekking und Reiseerlebnisse in Nepal“.

Für diese Eindrücke, Reiseerlebnisse, mit ausdrucksstarken Bildern illustriert, bildet die historische Gustavsburg in Jägersburg einen stilvollen Rahmen. Der Eintritt ist frei. Spenden für das Kinderhaus Kathmandu sind willkommen.

Anne und Klaus Hessenauer unterstützen seit 14 Jahren den als gemeinnützig und förderungswürdig anerkannten Verein. Zwei Waisenhäuser, mehrere Schulen und Gesundheitscamps für die Dorfbevölkerung gehören zu den Aktivitäten. Von der sinnvollen Verwendung der Spenden kann sich jedermann bei einem Besuch in Nepal überzeugen.