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Grünes Licht für Familien-Rasengräber

 In Limbach soll es in näherer Zukunft Familien-Rasengräber geben. Bisher waren nur Einzelgräber zugelassen. Foto: PM
In Limbach soll es in näherer Zukunft Familien-Rasengräber geben. Bisher waren nur Einzelgräber zugelassen. Foto: PM
Limbach. Nicht zum ersten Mal befasste sich der Ortsrat Limbach in einer Sitzung mit dem Thema Rasengräber. So auch am Montagabend. Nachdem er mehrfach aus der Bevölkerung nach dem "Ob?" und "Wie?" befragt worden sei, habe er sich entschlossen, sich dieses Thema erneut anzunehmen, so Ortsvorsteher Heinz Grub (SPD)

Limbach. Nicht zum ersten Mal befasste sich der Ortsrat Limbach in einer Sitzung mit dem Thema Rasengräber. So auch am Montagabend. Nachdem er mehrfach aus der Bevölkerung nach dem "Ob?" und "Wie?" befragt worden sei, habe er sich entschlossen, sich dieses Thema erneut anzunehmen, so Ortsvorsteher Heinz Grub (SPD). Und eine respektable Zuhörerschar aus der Limbacher Bürgerschaft schien Grub recht zu geben.Zumindest das "Ob?" ist in der aktuellen Friedhofssatzung geklärt, diese weist Rasengräber in Form von Einzelgräbern als zulässige Bestattungsmöglichkeit aus. Auch gibt es, so die Friedhofsverwaltung, entsprechend geeignete Flächen. Doch scheinen es vor allem Familiengräber zu sein, die in Limbach nachgefragt werden. Und hier gibt es wohl Widerstand aus der Verwaltung, diesen Eindruck konnte man zumindest im Verlauf der Diskussion und anhand von Grubs Schilderungen von Gesprächen mit der Friedhofsverwaltung gewinnen. "Wir wissen aber", so Grub, "dass dieses Thema immer aktueller wird, gerade mit Blick auf die Nachfrage von Familien-Rasengräbern." Anhand einer Präsentation verdeutlichte Grub die Ansätze, die andere Kommunen im Saarland gewählt hätten. So gebe es verschiedenen Möglichkeiten, der erkannten Nachfrage gerecht zu werden, als für Limbach umsetzbares Beispiel nannte Grub dabei Neunkirchen. Im Grundsatz sprach sich der Ortsrat für die Möglichkeit von Familien-Rasengräbern aus, Diskussionsbedarf gab es aber über die Beerdigungsanordnung, sprich: Nebeneinander oder übereinander. Bestatter Christof Heß, den Grub als Kundigen geladen hatte, sprach sich dabei, auch mit Blick auf die zu erwartenden Kosten einer doppelten Grabstätte, für eine Bestattung übereinander aus. Die eigentliche Empfehlung des Limbacher Ortsrates an die Verwaltung sparte diese technischen Details am Ende aus. Das Votum war deswegen nicht minder deutlich: "Wir wünschen Rasengräber und wir wünschen diese Rasengräber als Familiengräber", so Grub zum Abschluss der Diskussion. In welcher Ausführung dies zu gestalten sei, sei nun Aufgabe der Verwaltung.

Damit war das Thema Limbacher Friedhof aber noch nicht abschließend bearbeitet, in einem weiteren Tagesordnungspunkt ging es um die Gestaltung der Anlage. Hier sprach sich der Rat dafür aus, "den Hauptweg bis zum Feldwirtschaftsweg im hinteren Bereich weiter zu führen und den Friedhof an dieser Stelle mit einem Tor zu verschließen". thw