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Grüne erheben Einwände gegen Deponie in Mörsbach

Homburg/Mörsbach. Die Stadtratsfraktion der Grünen in Homburg hat nun offiziell „Einwendungen im Planfeststellungsverfahren zur Erweiterung der Deponie Mörsbach“ erhoben. Dies geht aus einem Schreiben der Fraktion an die zuständige Behörde in Rheinland-Pfalz, die Struktur und Genehmigungsdirektion (SGD) Süd in Neustadt/Weinstraße hervor. bea

Zuvor hatte Grünen-Rat Winfried Anslinger seine Argumente vergangene Woche bei einem zweitägigen Bürgeranhörungstermin in Zweibrücken vorgetragen (wir berichteten). Die Grünen nennen nun als Einwände unter anderem: Die Deponie befinde sich auf einem Grundwasservorkommen, welches sich weit auf saarländisches Gebiet erstreckt und landesweit Bedeutung hat. Aus diesem Gebiet gewinnen Homburg und die Nachbargemeinden ihr Trinkwasser. Dass der Deponiekörper dicht bleibt, könne nur über einen Zeitraum von 80 Jahren garantiert werden. Der Zulieferverkehr zur Anlage führe auch durch bewohntes Homburger Gebiet. Im laufenden Betrieb komme es unvermeidlich zu Feinstaubemissionen. Deren gesundheitsschädliche Auswirkungen stellten auch den Standort der Lungenfachklinik an der Uni infrage. Auch die Bewohner von Kirrberg würden durch Feinstäube belastet, ebenso wie durch den Zulieferverkehr. Nach Plänen des Deponiebetreibers Umwelt- und Servicebetrieb Zweibrücken soll die Anlage, weitere 20 bis 30 Jahre länger laufen, ein insgesamt 8,9 Hektar großer, nach jahrelanger Umschichtung von früherem Müll freigeräumter Bereich künftig für neuen Abfall genutzt werden.