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Gerhard Welter zieht für die CDU in den Wahlkampf

 Gerhard Walter (links) ist nun offiziell der Kandidat der CDU für die Bürgermeisterwahl in Bexbach am 20. März. Foto: Thorsten Wolf
Gerhard Walter (links) ist nun offiziell der Kandidat der CDU für die Bürgermeisterwahl in Bexbach am 20. März. Foto: Thorsten Wolf
Bexbach. Am Ende glich die offizielle Nominierung von Gerhard Welter als Kandidat der CDU für die Bexbacher Bürgermeisterwahl einem Eiskunstlauf-Wettbewerb: Ein Teil Pflicht, ein Teil Kür - und bei allem auf den Kufen bleiben. Die Pflicht: die eigentliche Wahl zum Kandidaten. Die Kür: die Vorstellung des Programms Von Merkur-Mitarbeiter Thorsten Wolf

Bexbach. Am Ende glich die offizielle Nominierung von Gerhard Welter als Kandidat der CDU für die Bexbacher Bürgermeisterwahl einem Eiskunstlauf-Wettbewerb: Ein Teil Pflicht, ein Teil Kür - und bei allem auf den Kufen bleiben. Die Pflicht: die eigentliche Wahl zum Kandidaten. Die Kür: die Vorstellung des Programms.Die Wahl selbst war wenig mehr als ein formaler Akt, das betonte auch der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Alexander Funk. Nachdem eine Mitgliederversammlung schon im vergangenen Jahr Welter mit einer Zweidrittelmehrheit inoffiziell benannt hatte, erfolgte am Donnerstagabend die formalrechtliche Festigung dieses Votums - mit einem guten, wenn auch nicht einstimmigen Ergebnis. Von 60 gewählten Vertretern der CDU-Ortsverbände im Bexbacher Stadtgebiet hatten 50 den Weg zum Veranstaltungsort im Gasthaus Breit-Herrlinger gefunden. Von diesen 50 gaben 49 ihre Stimme ab, 43 stimmten für Welter, zwei stimmten mit Nein, vier enthielten sich.

In seiner Kür präsentierte Gerhard Welter sein Programm für Bexbach, eines, das er sich, so der frisch Gekürte, in den zurückliegenden Monaten nach zahlreichen Bürgergesprächen und Hausbesuchen erarbeitet hatte. Die Themenbereiche: bürgernahe Verwaltung, Wirtschaftsförderung, Betreuung und Förderung für Kinder, die Situation der Schulen, das Kultur- und Vereinsleben, die Stadtwerke als "Unternehmen mit Zukunft", Sicherheit und Ordnung und die Finanzsituation der Stadt. Gerade Letzteres bezeichnete Welter in seiner Vorstellung als vordringliche Aufgabe. So gelte es für ihn, "das nach jahrzehntelanger SPD-Herrschaft entstandene Finanzloch der Stadt zu schließen, die Ausgaben im Sinne der kommenden Generationen zu überprüfen und neu zu ordnen und sich aktiv in Saarbrücken und Berlin für Bexbacher Interessen starkzumachen."

Gleich zwei Themenbereich erklärte Welter zur Chefsache: erstens die Sicherheit und Ordnung sowie zweitens die Wirtschaftsförderung. Hier attestierte er den bisher getroffenen Maßnahmen wenig Wirksamkeit - was durchaus als Seitenhieb auf seinen Mitbewerber Thomas Leis von der SPD zu verstehen war, ist der doch aktuell der Wirtschaftsförderer der Stadt. "Die städtische Wirtschaftsförderung in Bexbach muss endlich wach werden. Hier ist in den vergangenen Jahren wenig, bis gar nichts geschehen. Während umliegende Kommunen wie Kirkel und Homburg Ansiedlungen und eine Vielzahl von neuen Arbeitsplätzen für sich verbuchen konnten, gingen wir leer aus." Welters Gegenstrategie: Die Kontaktpflege mit Wirtschaft und Gewerbe eben zur Chefsache zu machen und deren Vorhaben vorrangig zu unterstützen. Welters Ziele fand das Wohlwollen der Versammlung, ohne Gegenstimme sprachen sich die Vertreter der Ortsverbände für sein Programm aus.