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"Geko" soll die Zukunft regeln

Kirkel Von Merkur-Mitarbeiter Thorsten Wolf

Kirkel. Wo stehen Limbach, Kirkel-Neuhäusel und Altstadt in 30 Jahren? Was muss sich in den kommenden Jahrzehnten tun, damit die Gemeinde nicht ein Opfer des demographischen Wandels mit all dessen sozialen, wirtschaftlichen und infrastrukturellen Verschiebungen wird? Auf diese und andere Fragen der kommunalen Entwicklung soll nun ein so genanntes "integriertes Gemeindeentwicklungskonzept", kurz "Geko", Antworten geben - gestern gab's dazu den offiziellen Auftakt. Allerdings hatten sich für die Informationsveranstaltung im Ratssaal der Gemeinde nicht wirklich viele erwärmen können, gerade mal knapp über 30 Gäste wollten sich die grundlegende Bestandsaufnahme Kirkels, vorgestellt von Raffaella del Fa und Frauke Guttek von der Ingenieurgesellschaft Argus Conzept aus Saarbrücken, anhören. Und dass unter den Gästen zahlreiche Verantwortliche aus der Verwaltung selbst teilnahmen, minderte den Bürger-Charakter der Veranstaltung zudem.Zu hören gab es als einleitende Situationsbeschreibung das, was seit langem nichts Neues mehr ist: Die Bevölkerung wird weniger, die Bevölkerung altert. Zwar sei, so Raffaella del Fa, die Situation in Kirkel gegenwärtig nicht so bedrohlich und in Teilen sogar besser als im Landesdurchschnitt. Doch ließen sowohl sie als auch ihre Kollegin Frauke Guttek keinen Zweifel daran aufkommen, dass Vieles getan werden müsse, um sich auch in der Burggemeinde gegen die mögliche Detonation einer demographischen Bombe zu wappnen. Als Menetekel an der Wand bemühten die beiden dabei die Bertelsmann-Studie, die für Kirkel bis zum Jahr 2030 einen dramatischen Bevölkerungsrückgang von über 14 Prozent, und damit deutlich über Landesdurchschnitt, prognostizieren würde. Deswegen gelte es, aktiv zu werden. Die vier Themenfelder, die dabei zum Wohle einer reichhaltigen zukünftigen Ernte und mit intensiver Bürgerbeteiligung beackert werden sollen: Städtebau und Wohnen, soziale und bildungsbezogene Infrastruktur, lokale Wirtschaft und Nahversorgung sowie technische Infrastruktur, Verkehr und Umwelt.

Die Verwirklichung des Gemeindeentwicklunsgkonzeptes ist für Kirkel dabei kein "Kann", sondern ein "Muss". Denn: Das Konzept ist integraler Bestandteil der Aufstellung des Flächenutzungsplanes für die Gemeinde. Und es ist der zwingend erforderliche Schlüssel zu den Fördermitteln aus dem Städtebauförderungsprogramm "Aktive Stadt- und Ortsteilzentren".