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Baustelle
Gebaut wird ab Januar in Etappen

Jürgen Schirra, der Pressesprecher der Stadtwerke Homburg, erläuterte am Montag den Verlauf der ab Anfang des kommenden Jahres geplanten Arbeiten in der Eisenbahnstraße.
Jürgen Schirra, der Pressesprecher der Stadtwerke Homburg, erläuterte am Montag den Verlauf der ab Anfang des kommenden Jahres geplanten Arbeiten in der Eisenbahnstraße. FOTO: Thorsten Wolf
Homburg. Am Montagabend gab es für Bürger Informationen zur Großbaustelle in der Homburger Eisenbahnstraße, die im Januar beginnt. Der Zugang zu den Geschäften und Hauseingängen soll dabei immer gewährleistet bleiben. Von Thorsten Wolf

Wenn das neue Jahr beginnt, dann starten die seitens der Stadt und der Stadtwerke Homburg angekündigten Bauarbeiten im Bereich der Eisenbahnstraße zwischen historischem Marktplatz und Talstraße. Hintergrund der Arbeiten sind notwendige Erneuerungen von Versorgungsleitungen der Stadtwerke und der Heizkraftwerk Homburg GmbH. Nachdem der Stadtrat kürzlich grünes Licht für das Projekt gegeben hat, fand am Montagabend im Sitzungssaal des Homburger Forums eine Informationsveranstaltung für Anlieger im betroffenen Bereich der Eisenbahnstraße statt. Der Publikums-Zuspruch hielt sich dabei merklich in Grenzen, nur etwas mehr als eine Handvoll von der Baustelle Betroffene nahm teil, ergänzt durch einige Mitglieder des Homburger Stadtrates. Zu hören gab es im Wesentlichen das, was schon dem Stadtrat in öffentlicher Sitzung mitgeteilt wurde (wir berichteten) – ergänzt um einige, weitere Details zur praktischen Umsetzung.

Was soll nun konkret zwischen dem Baubeginn am 14. Januar und dem erhofften und geplanten Bauende Ende März geschehen? Impuls für die Arbeiten ist die Notwendigkeit, neue Versorgungsleitungen der Stadtwerke und des Energieunternehmens Steag zu legen. Die Gesamt-Baumaßnahme wird dabei in Etappen mit Baufenster-Längen von 20 bis 25 Metern umgesetzt. Der ursprüngliche Naturstein-Belag muss dabei im kompletten Bereich der betroffenen Eisenbahnstraße durch neue Beton-Steine ersetzt werden, da die bisherige Pflasterung nicht mehr am Markt erhältlich ist. Zusätzlich soll auch die Beleuchtung und das Mobiliar ersetzt werden.

Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf insgesamt 500 000 Euro, so die Stadtwerke in einer Pressemitteilung. Die Kosten für die Wiederherstellung der Oberfläche betragen dabei rund 80 000 Euro. Diese Summe wird zur Hälfte von den Stadtwerken Homburg getragen, die verbleibenden 40 000 Euro teilen sich die Stadt Homburg und die Heizkraftwerk Homburg GmbH. Auf die Grundstückseigentümer, und das wurde am Montag mehrfach betont, kämen keine Gebühren zu, da es sich seitens der Stadt lediglich um Arbeiten am Belag der Eisenbahnstraße handele. Und: Der Zugang zu den Geschäften und Hauseingängen soll immer gewährleistet bleiben.



Bevor Roland Lupp von der Homburger Bauverwaltung und Jürgen Schirra, der Pressesprecher der Stadtwerke, die Pläne im Detail vorstellten, betonte Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind die große Bedeutung des Vorhabens. Eben dieses sei aber nicht ganz so einfach, „nicht aus baulicher Sicht, das kriegen die Fachleute hin. Das Thema ist aber, dass wir nur ein begrenztes Baufenster zur Verfügung.“ So sei der Zeitraum vom 14. Januar bis zum Keramikmarkt der einzige, in dem man eine solche Baustelle im Bereich der Eisenbahnstraße überhaupt durchführen könne ohne Veranstaltungen in der Innenstadt zu behindern. „Deswegen bietet sich dieses Zeitfenster an.“

Schneidewind machte auch deutlich, dass die Baustelle trotz ihres Verlaufs in kleineren Baufenstern eine Belastung für Anwohner und  Gewerbetreibenden sei. „Wir wissen, dass das Nachteile bedeuten wird. Wir werden versuchen, diese Nachteile so weit wie möglich zu reduzieren. Es wird aber Nachteile geben, das ist einfach so.“ Der Homburger Verwaltungschef war sich auch sicher, dass man nach Ende der Arbeiten dort ein „Schmuckstück“ habe, das in die Belebung der Altstadt reinpasse. „Aber bis dahin müssen wir erstmal durch diese schwierige Umbauphase.“

Mit den Arbeiten wird sich das Bild der Eisenbahnstraße zwischen Marktplatz und Talstraße deutlich verändern. Da der ursprüngliche Naturstein-Belag nicht mehr verfügbar ist, sollen Betonplatten in Hell- und Dunkelgrau als Ersatz dienen. Die Zweifarbigkeit bleibt also erhalten. Die alten, fest verbauten Hochbeete sollen verschwinden und durch mobile Pflanzkübel ersetzt werden. Auch die bisherige Beleuchtung wird durch neue Lampen ersetzt, diese sollen zusätzlich Steckdosen und W-Lan in ihren Säulen enthalten. Die Lampen waren seitens der anwesenden Stadtratsmitglieder das meist diskutierte Thema am Montag – im Spannungsfeld zwischen dem Erhalt der alten Beleuchtung, der Befürchtung, neue Lampen würden zu einem zusätzlich uneinheitlich Bild in der Innenstadt führen und dem Wunsch nach modernen Systemen.