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FWG sieht Größe der geplanten Enklerplatzgalerie kritisch

Homburg. Die FWG Homburg hat die Dimension der auf dem Enklerplatz geplanten Einkaufsgalerie kritisiert. Der Saarbrücker Marktforscher Karsten Schreiber habe in seinem Gutachten Zahlen zur Kaufkraft in Homburg vorgelegt. Seine Empfehlungen - etwa dass die Stadt weitere Einkaufsmöglichkeiten vertrage - widersprächen dem Zahlenwerk, schreibt die FWG in einer Pressemitteilung

Homburg. Die FWG Homburg hat die Dimension der auf dem Enklerplatz geplanten Einkaufsgalerie kritisiert. Der Saarbrücker Marktforscher Karsten Schreiber habe in seinem Gutachten Zahlen zur Kaufkraft in Homburg vorgelegt. Seine Empfehlungen - etwa dass die Stadt weitere Einkaufsmöglichkeiten vertrage - widersprächen dem Zahlenwerk, schreibt die FWG in einer Pressemitteilung. Die angedachten Steigerungsraten aus dem Umfeld reichten bei weitem nicht aus, um die Umsatzerwartung durch das geplante Center zu befriedigen.Da der Händlermix in einem solchen Center bundesweit ähnlich sei, könne man abschätzen, "welche Sortimente sich verdoppeln. Und die Verlierer werden durch ihre Insolvenzen weitere Leerstände in der Innenstadt verursachen", hieß es weiter. Bei der geplanten Größe des Centers fehlten in Homburg über 30 Millionen Euro Kaufkraft.

Zwar wolle auch die FWG Homburg unbedingt ein attraktives Einkaufscenter. Das solle aber an die Möglichkeiten von Homburg angepasst sein. Der mögliche Investor ECE plane mit mindestens 20 000 Quadratmetern, ganz gleich ob die Stadt das verträgt oder nicht. "Man verdoppelt fast die gesamte Verkaufsfläche der Innenstadt", hieß es.

Die FWG empfiehlt daher dem Stadtrat und der Verwaltung eine angepasste Planung mit einer Verkaufsfläche von 12 000 Quadratmetern. Dies würde in einem zweiten Schritt auch die Planung auf dem Vauban-Carreé zulassen. Diese Lösung werde als ideal von allen Fraktionen anerkannt. Die Bebauung des Enklerplatzes in der größeren Dimension mache dagegen eine Vauban-Bebauung überflüssig. red