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Funk hat es in den Landtag geschafft

Alexander Funk. Foto: Thorsten Wolf
Alexander Funk. Foto: Thorsten Wolf FOTO: Thorsten Wolf
Homburg. Bei FDP und Grünen saß die Enttäuschung gestern tief. Die CDU feierte ihr gutes Abschneiden. pn/ust/thw

Enttäuschung bei den einen, Hochstimmung bei den anderen. Das haben Wahlen so an sich. In den Landtag geschafft hat es der bisherige Bundestagsabgeordnete, Alexander Funk (CDU) aus Bexbach, der sich auf seine neuen Aufgaben freut:, "Ich kann mich künftig in meiner Heimat für meine Heimat einsetzen." Das Ergebnis habe er so deutlich nicht erwartet, "es ist ein klarer Erfolg von Annegret Kramp-Karrenbauer, deren hervorragende Arbeit vom Wähler honoriert wurde". Das Ergebnis sei auch eine klare Absage an ein linkes Bündnis, das werde Auswirkungen auf den Bundestagswahlkampf haben, so Funk.

Die Blieskastelerin Jutta Schmitt-Lang (CDU) war guter, aber auch gespannter Stimmung, da gestern Abend noch nicht klar war, ob ihr achter Platz auf der Wahlkreisliste für einen Sitz im Landtag reichen wird. "Ich harre der Dinge, die da kommen werden", sagte sie auf der Fahrt nach Saarbrücken. Über das CDU-Ergebnis zeigte sie sich "sehr erfreut", auch über das Abschneiden der Christdemokraten in Blieskastel und im Bliestal.

Bei der SPD hatte dagegen schon direkt nach Bekanntwerden der ersten Hochrechnung im Büro der Partei in der Eisenbahnstraße sichtbare Enttäuschung über den deutlichen Abstand zur CDU geherrscht. Landtagskandidatin Elke Eder-Hippler wollte dann auch das Ergebnis gar nicht schönreden. Einer Fortsetzung der großen Koalition werde man sich nicht verschließen, Konflikte aus dem Wahlkampf hätten in der anstehenden Regierungsarbeit keine Bedeutung, "da sind wir Profis."



Vor allem die beiden kleinen Parteien, FDP und Grüne, hatten sich schon recht kurz nach Schließung der Wahllokale alle Hoffnungen abschminken müssen. Die FDP habe ihr Ziel, in den Landtag zu kommen, deutlich nicht erreicht, sagte Marcel Mucker aus St. Ingbert. Der Wahlkampf sei gut gewesen, am Ende habe sich alles auf das Duell Annegret Kramp-Karrenbauer und Anke Rehlinger zugespitzt. Auch der St. Ingberter Markus Schmitt (Grüne) machte aus seiner Enttäuschung keinen Hehl, setzt aber auf das Prinzip Hoffnung. Jede Niederlage habe etwas Gutes. Er sieht im schwachen Resultat der Grünen ein Signal für eine Neuausrichtung der Partei.

Barbara Spaniol, die auch künftig für die Linken im Landtag sitzen wird, bezeichnet das Abschneiden ihrer Partei als "ordentliches Ergebnis" angesicht des Schulz-Hypes und der AfD, die ja den Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde geschafft hat. Immerhin liege die Linke im Saarland deutlich über dem Bundestrend.

Bei der Wahlparty der Familienpartei herrschte gestern Abend "sehr verhaltene" Stimmung, so zumindest beschrieb es der Landesvorsitzende Roland Körner. "Wir haben unser Minimalziel von einem Prozent der Stimmen um 0,1 Prozentpunkte nicht erreicht."

Elke Eder-Hippler. Foto: Th. Wolf
Elke Eder-Hippler. Foto: Th. Wolf FOTO: Th. Wolf
Marcel Mucker. Foto: Neuheisel/PM
Marcel Mucker. Foto: Neuheisel/PM FOTO: Neuheisel/PM
Barbara Spaniol. Foto: Stumm/PM
Barbara Spaniol. Foto: Stumm/PM FOTO: Stumm/PM
Jutta Schmitt-Lang. Foto: Hans Hurth
Jutta Schmitt-Lang. Foto: Hans Hurth FOTO: Hans Hurth
Roland Körner. Foto: Jörg Jacobi
Roland Körner. Foto: Jörg Jacobi FOTO: Jörg Jacobi